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Aber auch Sicherheitsschuh ist nicht gleich Sicherheitsschuh. Nach EN ISO 20345-20347 werden noch einmal drei Kategorien unterschieden:
- S 1: Sicherheitsschuh mit Zehenschutzkappe (200 J), antistatischen Eigenschaften, einem geschlossenen Fersenbereich und einem bestimmten Energieaufnahmevermögen.
- S 2: Sicherheitsschuh wie S 1, jedoch zusätzlich mit besonderen Anforderungen an Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme der Materialien.
- S 3: Sicherheitsschuh wie S 2, jedoch zusätzlich mit durchtrittsicherer Zwischensohle und profilierter Laufsohle.
Die Zehenschutzkappe mit einem Energieaufnahmevermögen von mindestens 200 J ist das charakteristische Merkmal eines Sicherheitsschuhs. Sie schützt den Zehenbereich vor herabfallenden Gegenständen und besteht normalerweise aus Stahl.
Sicherheitsschuhe auch mit Schutzkappen aus Aluminium oder Kunststoff
In letzter Zeit sind jedoch verschiedene Hersteller mit Zehenschutzkappen aus Aluminium oder Kunststoff auf den Markt gekommen. Deren Vorteil besteht darin, dass man gegenüber der herkömmlichen Stahlkappe an Gewicht einspart und somit den Tragekomfort des Sicherheitsschuhs erhöht.
Einen guten Sicherheitsschuh erkennt man außerdem daran, dass die Zehenkappenkante am Übergang zum Schaft gepolstert ist, damit sich beim Beugen des Fußes keine Druckstellen bilden. Auf Wunsch verarbeiten gute Schuhhersteller auch überbreite Zehenkappen oder bieten in ihren Kollektionen Sicherheitsschuhe in unterschiedlichen Passformen an.
Fersenkappen bieten Stabilität fürs Gelenk
Die Hinterkappe gibt dem Fuß im Fersenbereich einen festen seitlichen Halt. Das Energieaufnahmevermögen des Fersenbereichs muss mindestens 20 J betragen, damit Verletzungen des Fersenbeinknochens reduziert werden können.
Neu auf dem Markt sind jetzt auch kombinierte Protektionssysteme, die nicht nur den Fersenbereich, sondern zusätzlich das Fußgelenk umschließen. Spezielle Schaftmanschetten, wie etwa das von Elten eingeführte Biomex-Protection-System, verbinden die notwendige Stabilität mit ausreichender Beweglichkeit und versprechen vorbeugenden Schutz nicht nur für das Fersenbein, sondern auch für den Gelenkapparat.
Das Obermaterial muss ebenfalls hohen Sicherheitsansprüchen genügen, wenn es um die Reißkraft, Festigkeit und Wasserdampfdurchlässigkeit der Materialien geht. Von besonderer Bedeutung ist die Auswahl des Obermaterials aber auch für den Tragekomfort und natürlich für die Optik der Schuhe.
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