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Leder ist zwar immer noch am meisten verbreitet, weil es in der Lage ist, sich in kurzer Zeit der individuellen Fußform und der Änderung des Fußvolumens im Tagesverlauf anzupassen. Aber es ist nicht mehr konkurrenzlos. Eine Vielzahl von textilen Materialien hat inzwischen den Markt erobert, die außer ihrer Gewebefestigkeit insbesondere durch ihre klimaregulierende Wirkung, ihre angenehmen Trageeigenschaften und ihre nahezu unbegrenzten optischen Gestaltungsmöglichkeiten überzeugen.
Sicherheitsschuhe bieten hohen Tragekomfort
In ihrer optischen Vielfalt haben Sicherheitsschuhe heute somit weitaus mehr mit einem Sportschuh gemeinsam als mit ihren Vorfahren, den schon erwähnten „schwarzen Klötzen“. Äußerlich ist dies sicherlich der auffälligste Effekt der letzten Jahre: Die Sicherheitsschuh-Branche hat das Design entdeckt.
Aber bei einem guten Sicherheitsschuh kommt es entscheidend auch auf die inneren Werte an. Auf das Innenfutter und die Sohlengestaltung zum Beispiel. Aufgabe des Innenfutters ist es, für Bequemlichkeit zu sorgen. Das ist aber nicht alles.
Moderne Innenfutter sind heute echte High-tech-Produkte, die mit einem Mix verschiedener Textilkomponenten gleich mehrere Aufgaben übernehmen. Sie gewährleisten zum Beispiel einen aktiven Feuchtigkeitstransport vom Schuhinneren nach außen, bewirken eine schnelle Verdunstung an der Schuhoberfläche und sorgen damit für ein angenehm trockenes Fußklima. Innenfutter mit antimikrobieller Wirkung leisten zudem einen aktiven Beitrag zur Fußgesundheit, indem sie dafür sorgen, dass schädliche Pilze und Bakterien keinen Nährboden im Inneren des Sicherheitsschuhs finden.
Neueste Entwicklungen in der Innenfutter-Technologie sind heutzutage sogenannte Abstandsgewirke. Ihre dreidimensionale Struktur erzeugt einen Pumpeffekt beim Gehen und erhöht damit die Luftzirkulation im Schuhinneren.
Holzsohlen sind bei Sicherheitsschuhen vorbei
Um guten Tragekomfort und einen optimalen Schutz vor Verletzungsgefahren geht es bei der Sohlentechnik. Auch dort sind die Zeiten der alten starren Holzsohlen längst vorbei. Durchgesetzt haben sich vielmehr Zweischichtverfahren, die das robuste Außenprofil der Laufsohle mit einem weichen Sohlenkern verbinden und dadurch die Dämpfungseigenschaften der Sohle optimieren.
Sicherheitsschuhe der Klasse S 3 müssen außerdem durchtrittsicher sein, also vor dem Eindringen spitzer Gegenstände in die Fußsohle schützen. Klassisch werden dazu Stahlzwischensohlen verwandt. Neu auf dem Markt sind jetzt auch durchtrittsichere Zwischensohlen aus High-Tenacity-Fasern, deren Struktur flexibler ist als Stahl und daher höheren Tragekomfort verspricht.
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