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Das Zieh-Aufbohren kann bei jedem Werkstück, das die Tiefbohrmaschine aufnehmen kann, praktiziert werden. Die einzige Einschränkung, die es gibt, ist die Länge der Maschine, die nur Werkstücke mit passenden Maßen zulässt. Wie bei der ursprünglichen Vollbohrung profitiert auch das Zieh-Aufbohren von der Qualität der Tiefbohrmaschine hinsichtlich Genauigkeit und Steifigkeit. Ein weiterer Vorteil der Unisig-Maschinen ist die integrierte CNC-Steuerung. Neben der obligatorischen Steuerungs- und Überwachungsfunktion von Kühlmittelmenge und Druck ermöglicht sie dem Bediener, den gesamten Bohrvorgang detailliert zu kontrollieren, um Werkstücke und Werkzeug auch beim Zieh-Aufbohren zu schützen.
Seitliche Öffnungen vereinfachen die Montage des Zieh-Aufbohrwerkzeugs
Für eine höhere Effizienz beim Zieh-Aufbohren ist die Laterne mit Backenfutter ein unverzichtbares Maschinenzubehör. Dabei handelt es sich um eine trommelförmige Vorrichtung mit Öffnungen an den entgegengesetzten Seiten. Die Laterne wird an der Werkstückspindel montiert. Die seitlichen Öffnungen vereinfachen das Einsetzen einer Führungsbuchse und die Montage des Zieh-Aufbohrwerkzeugs. Die Laterne mit Führungsbuchse erfordert keine Pilotbohrung, damit das Werkzeug im Zentrum des Werkstücks eintritt. Kommt eine Unisig-Laterne mit zusätzlicher Frontlagerung auf den Führungsbahnen zum Einsatz, kann sie für jede Bearbeitung auf der Maschine belassen werden. Die Umrüstzeit wird damit wesentlich reduziert – und das ohne Kompromisse beim Werkstückgewicht.
Dank der Fortschritte in der Tiefbohrtechnologie können Lohnfertiger künftig ihr Leistungspektrum erheblich vergrößern und damit bislang nicht bediente Märkte erschließen. So lassen die neuen Verfahren auch einen Einsatz in der allgemeinen Metallbearbeitung zu. MM
* Dipl. Ing. Philipp Steimle ist Geschäftsführer der Unisig GmbH in 72574 Bad Urach
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