Spanntechnik und Hydraulik auf der Metav 2020

Zukunftsweisende Innovationen für viele Bearbeitungsprozesse

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Forschungserfolg für Aluminiumteilebearbeitung

Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen auf der Metav 2020 eine Vorrichtung für das verzugsfreie Spannen von Aluminiumwerkstücken im Hinblick auf die Luftfahrt, die mithilfe positionsflexibler Spannpratzen arbeitet. Entstanden ist diese neuartige Vorrichtung im Rahmen des EU-Forschungsprojektes „Interfix“ in Zusammenarbeit mit der Universität Magdeburg.

Kompaktes Nullpunkt-Spannsystem-Duo spannt kräftiger

Und bei den Nullpunkt-Spannsystemen Stark.connect und Stark.airtec ermittelt eine vollintegrierte Sensorik zuverlässig und störungsunanfällig den jeweiligen Spannzustand eines Werkstücks, heißt es in puncto Metav-Exponate weiter. Die Sensorik zeige die Informationen per LEDs direkt an der Rückseite des Spannelements an und stellt diese über digitale Schnittstellen auch wieder einer SPS zur Verfügung, erklärt Roemheld. Angezeigt werden die unterschiedlichen Spannzustände „ohne Einzugsnippel gespannt“, „Einzugsnippel gespannt“ und „gelöst“.

Die Schnellspannsysteme spielen ihre Trümpfe vor allem dann aus wenn es darum geht, Werkstücke, Vorrichtungen, Paletten und Maschinenelemente mit Werkzeugmaschinen, Robotern und Manipulatoren zu verbinden. Sie spannen automatisiert, sicher, rasch und exakt reproduzierbar, betont der Hersteller. Das mache sie besonders anwendungsflexibel. Besonders robust konstruiert, könnten sie selbst in Umgebungen mit Schweißrobotern genutzt werden – unter anderem für die automatisierte Fertigung im Karosserierohbau.

Die pneumatisch spannenden und sich lösenden Stark.connect und Stark.airtec sind die Stars, sind kompakt gebaut und bestechen laut Hersteller durch sehr kurze Spann- und Lösezeiten bei gleichzeitig hohen Spannkräften.

Spannsystemvariante wirkt toleranzausgleichend

Eine schwimmende Aufnahme mit aktivem Einzug ist das besondere Merkmal von Stark.connect. Ergänzend zu dem Element mit Nullpunkt gibt es den Stark.connect mit Ausgleich sowie eine Ausführung ohne Zentrierung. Die Position der Einzugsnippel in Bezug auf die Spannelemente kann bis zu 1,5 mm ausgeglichen werden. Fertigungstoleranzen und Wärmegang werden dadurch mit geringstem Aufwand elegant gemeistert. Stark.connect spannt mechanisch und selbsthemmend mit Federn in 0,5 s. Durch die pneumatische Verstärkung zeichne es sich durch hohe Spannkräfte aus: Bei 5 bar baut Stark.connect eine Einzugskraft von 3 kN auf, die maximale Haltekraft liegt bei 10 kN.

Das ebenfalls sensorbestückte Nullpunktspannsystem Stark.airtec, das ohne aktiven Einzug auskommt, bietet besonders hohe Haltekräfte von 20 kN bei sehr kurzen Spann- und Lösezeiten ab lediglich 0,2 s. Weil es außerordentlich robust sei, halte es über 2 Millionen Spannzyklen wartungsfrei aus.

Werkstücke kollisionsfrei und konturflexibel fixieren

Mit dabei sind auch die kompakten Hilma-MC-P-Spannsysteme, die dem Zerspanungswerkzeug eine kollisionsfreie Bewegung garantieren und den Einsatz kurzer Standardwerkzeuge erlauben, betont Roemheld. Deshalb eigneten sie sich gut für die 5-Achs-Bearbeitung. Konstruktionsbedingt sind sie zudem wirksam vor Spänen und Verunreinigungen geschützt und können deshalb relativ lange störungsfrei in Palettenbahnhöfen eingesetzt werden.

Bauteile können sowohl zentrisch als auch gegen Festbacken und für Spannung 1 und 2 in nur einem System gespannt werden, heißt es weiter. Roh- und Fertigteile ließen sich so ohne Umrüsten bearbeiten. Als dritte Variante ermöglicht die Ausführung „MC-P balance“ das positionsflexible und verzugsfreie Spannen komplexer Gehäuse und langer, filigraner Werkstücke.

Mit ihren vielen unterschiedlichen Baugrößen und Ausstattungsoptionen sind die Maschinenschraubstöcke der MC-P Reihe für zahlreiche Anwendungen einsetzbar. Standardmäßig geboten werden Spannkräfte zwischen 8 und 35 kN sowie Spannweiten von 6 bis 400 mm. Neben einer Vielzahl an Stufen-, Pendel- und Prismenbacken sind auch unterschiedliche Wechseleinsätze mit Verzahnung oder Beschichtung im Programm.

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