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Spanntechnik und Hydraulik auf der Metav 2020 Zukunftsweisende Innovationen für viele Bearbeitungsprozesse

Redakteur: Peter Königsreuther

Halle 5, Stand C08 heißt der Schauplatz, an dem Roemheld industrie-4.0-fähige Spann- und Hydrauliksysteme präsentiert sowie hilfreiche Fixiermöglichkeiten für die 5-Achs-Zerspanung filigraner Bauteile.

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Diese Abstützelemente von Roemheld, die auch auf der Metav 2020 zu sehen sind, sorgen dafür, dass sich Werkstücke bei der Bearbeitung nicht durchbiegen und sie kompensieren auch Vibrationen, heißt es. Mit besonders schlanken Abstützelementen (Mitte) habe man auch mit schwer zugänglichen Flächen keine Probleme.
Diese Abstützelemente von Roemheld, die auch auf der Metav 2020 zu sehen sind, sorgen dafür, dass sich Werkstücke bei der Bearbeitung nicht durchbiegen und sie kompensieren auch Vibrationen, heißt es. Mit besonders schlanken Abstützelementen (Mitte) habe man auch mit schwer zugänglichen Flächen keine Probleme.
(Bild: Römheld)

Außer den modular aufgebauten Pumpenaggregaten mit Zustandsüberwachung stellt das Unternehmen auch Spannelemente mit integrierter elektrischer Wegmessung vor und bringt seine Nullpunktspannelemente Stark.connect und Stark.airtec mit vollintegrierter Sensorik nach Düsseldorf mit, wie es weiter heißt.

Auch kompakt konzipierte, exzentrische Bohrungsspanner, die besonders nah an der Werkstückkontur eingesetzt werden können, schlanke Abstützelemente, die Bauteilvibrationen verhindern und positionsflexible Spannelemente für die Luftfahrtindustrie, will Roemheld den Metav-Besuchern nicht vorenthalten.

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Mit von der Partie sind auch Hilma-Maschinenschraubstöcke des Typs MC-P, die das verzugsfreie Spannen filigraner Werkstücke garantieren und diese für die 5-Achs-Bearbeitung fest im Griff behalten, so Roemheld. Ausgestellt würden außerdem noch die flexibel einsetzbaren Varioline-Modelle, mit denen unterschiedlich große Werkstücke einfach gespannt und positioniert werden könnten.

Bewegend-Fließendes für smarte Anwendungen

Die smarten Hydraulikaggregate für den Industrie-4.0-Einsatz, die es zu sehen gibt, basieren auf dem bereits existierenden Roemheld-Modulsystem. Sie sind für einfach und doppelt wirkende hydraulische Spannvorrichtungen ausgelegt, heißt es weiter. Neu sei aber das eigens entwickelte Condition Monitoring, das anhand von kontinuierlich erhobenen Messdaten den Zustand des Aggregates laufend visualisiere und analysiere. Wiederkehrende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen lassen sich so einfacher planen, sagt Roemheld. So könnten sonst überraschend auftretende Reparaturausfälle weitestgehend vermieden und Stillstandszeiten von Maschinen reduziert werden.

Sensoren messen dazu den aktuellen Betriebsdruck, die Temperatur, den Füllstand und den Verschmutzungsgrad des Öls, erklärt der Aussteller. Die Daten werden für eine SPS bereit gestellt, die sie in Echtzeit auswertet. Alle Informationen könnten darüber hinaus an die Steuerung der Werkzeugmaschine übermittelt und dort weiterverarbeitet werden.

Die Spannelemente wissen, wo's lang geht...

Bereits einige Roemheld-Spannelementen sind verfügbar, die mit einer kompakten elektrischen Wegmessung arbeiten, die in das jeweilige Produkt integriert ist, heißt es zum Metav-Auftritt weiter. Sensoren überwachen dabei den gesamten Hubbereich der Komponente in Schritten von Zehntelmillimetern. So werde das Spannelement in die Lage versetzt, unterschiedliche Werkstückhöhen von selbst zu erkennen. Die erhobenen Werte werden außerdem an die übergeordnete Maschinensteuerung weitergeleitet, so Roemheld.

Diese Exzentriker spannen und positionieren raumsparend

Für eine gute Zugänglichkeit zum Bauteil und das besonders platzsparende axiale Spannen und Positionieren stehen die exzentrischen Bohrungsspanner von Roemheld, weil sie laut Aussteller sehr schmal gebaut sind. So könnten sie nah an der Werkstückkontur eingesetzt werden. Wegen der leicht austauschbaren Spannbuchsen ist die Bohrungsgröße außerdem recht einfach anpassbar. Das Spannelement könne hierbei in der Vorrichtung verbleiben. Für unterschiedliche Auflagehöhen, beispielsweise wenn Bohrungsränder tiefer liegen als die restliche Auflagefläche, kann zwischen unterschiedlichen Baugrößen gewählt werden, so Roemheld. Bei Bedarf beseitigt Blasluft Späne und Schmutz.

Die maximale Prozesssicherheit und den Einsatz in automatisierten Anwendungen schaffen verschiedene Abfragemöglichkeiten, heißt es. Ermittelt werde etwa, ob ein Werkstück gespannt oder gelöst sei, ob es richtig aufliege und ob der Spannbolzen intakt sei.

Je schlanker, desto zugänglicher in der Praxis

Neigen Werkstücke während der Bearbeitung zum Vibrieren oder Durchbiegen, schaffen hydraulische Abstützelemente Abhilfe, sagt der Aussteller. Roemheld bietet dafür eine Baureihe besonders klein bauender Einschraubmodelle mit Schaftlängen zwischen 20 und 100 mm. Wegen eines Verlängerungsschafts, dessen Durchmesser lediglich 16 mm beträgt, können auch schwer zugängliche Flächen in Nischen und Hohlräumen eines Bauteils gut erreicht werden. Die Komponenten könnten für alle Einbaulagen und auch an Niederdruckmaschinen genutzt werden. Serienmäßig vorhandene Metallabstreifkanten und FKM-Abstreifer schützen die Abstützelemente vor Verschmutzung. Eine ebenfalls erhältliche doppelt wirkende Variante, die hydraulisch spannt und löst, eignet sich laut Roemheld besonders für die automatisierte Fertigung.

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