Kunststoffzerspanung Zum Drehen von Kunststoffteilen sind spezielle Werkzeuge nötig

Autor / Redakteur: Michael Dieterle / Josef-Martin Kraus

Mehr als die Metallbearbeitung erfordert die Kunststoffzerspanung die Verwendung spezieller Werkzeuge. Der Grund dafür liegt in der Vielfalt modifizierter Kunststoffe mit unterschiedlichem Zerspanungsverhalten. Darauf wird bei Drehwerkzeugen mit einem eigens für Kunststoffe entwickeltem Werkzeugkonzept reagiert.

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Die große Vielfalt von Kunststoffen ist eine Herausforderung für Zerspaner. Die Gründe dafür liegen in den Zerspanungseigenschaften, die praktisch so unterschiedlich wie die modifizierten Typen dieser Werkstoffe sind (Bild 1).

Spezielles Werkzeug erfüllt Anforderungen beim Kunststoff-Drehen

Dieser Problematik setzt die Otto Dieterle Spezialwerkzeuge GmbH, Rottweil, ein Werkzeugkonzept entgegen, das die Bedürfnisse in der Kunststoffzerspanung beim Drehen abdeckt (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Auf besondere Anforderungen wird mit speziellen Entwicklungen reagiert.

Mit diesem Konzept dringt man nun in eine Marktnische ein, die üblicherweise in der Zerspanungstechnik stiefmütterlich behandelt wird. So bleibt in der Kunststoffbearbeitung die Maschinen- und Werkzeugoptimierung häufig den Zerspanern überlassen. Insbesondere bei Werkzeugen wird daher von Kunststoffzerspanern ein branchenspezifisches Programm herbeigesehnt, das größtenteils schon ab Lager kurzfristig lieferbar ist.

Die Basis dafür sind Wendeschneidplatten, die sich zum Drehen von Kunststoffteilen sehr gut eignen. Diese Drehplatten wurden mit Werkzeughaltern bei Dieterle im Katalog „Universalsystem für die Kunststoffbearbeitung“ zusammengefasst.

Breites Angebot an Werkzeugen für die Kunststoffzerpanung

Das Spektrum reicht darin von Abschneidklingen bis Langdrehwerkzeugen mit großen Stechtiefen. Auch beschichtete Werkzeuge, vor allem mit Diamantschichten, sind aufgeführt. Zusätzlich stehen für kundenspezifische Entwicklungen zwei Plattengrößen zur Verfügung: Bei diesen Entwicklungen werden Spanwinkel, Freiwinkel und Anschliffe speziell den Kunststoffen und Prozessen der Kunden angepasst.

Mit diesem Programm begleitet Dieterle einen Trend in der Zerspanung, der von Wandel gekennzeichnet ist. Das zeigt sich in einer steigenden Komplexität der gefertigten Dreh- und Frästeile sowie in veränderten Werkstoffanforderungen. So nimmt die Kunststoffzerspanung in den Automatendrehereien einen immer größeren Stellenwert ein.

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