VDMA-Weltkarte des freien Handels Zunehmend Probleme beim Marktzugang
Die Außenwirtschaftsexperten des VDMA analysieren regelmäßig die Marktzugangsbedingungen der wichtigsten Exportmärkte im Maschinenbau. Die Ergebnisse werden als Weltkarte des freien Handels dargestellt.
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Auf der hierbei erstellten Weltkarte des freien Handels 2018 sind wichtige Märkte in rot gefärbt – dies steht für einen schwierigen Marktzugang. Hierzu gehören Länder wie Russland, Indien, Brasilien oder Saudi-Arabien. Dabei spielen politische Sanktionen (Russland) ebenso eine Rolle wie Devisenkontrollen (Ägypten) oder inoffizielle Boykottaufrufe deutscher Unternehmen (Saudi-Arabien).
Besorgniserregend ist laut VDMA aber auch, dass große Partner wie die USA, China oder die Türkei nicht auf Grün stehen (leichter Marktzugang), sondern mit der Warnfarbe gelb gekennzeichnet sind. Dabei spielen technische Handelshemmnisse ebenso eine Rolle wie die steigende Zahl von Strafzöllen. Für die exportorientierten Unternehmen gefährlich seien die immer lauter werdende Drohungen einzelner Staaten, ihr Recht auch jenseits der eigenen Grenzen mithilfe von Strafandrohungen durchzuboxen.

„Die handelspolitische Großwetterlage ist schwieriger geworden. Nationalisten und Protektionisten in aller Welt rüsten sich, den Handel zu erschweren. Dagegen müssen wir uns stellen, denn unser Wohlstand und unsere Arbeitsplätze sind sonst gefährdet”, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.
Der Verband hat deshalb zusammen mit seinen Mitgliedsunternehmen die Kampagne „Danke, Freihandel” ins Leben gerufen. Sie soll zeigen, wie die Menschen in Deutschland, aber auch in den Exportländern der deutschen Industrie im täglichen Leben von freiem Handel profitieren. „Wir wollen die Menschen mit der Kampagne begeistern, sich wieder für den freien Handel einzusetzen”, so Brodtmann.
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