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Verschraubung mit mechanischem Halt für wiederverwendbare Verbindung
- Verschraubungen mit mechanischem Halt sind üblicherweise mit zwei Klemmringen ausgestattet (Bild 3). Fittings dieser Art können wie eine federbelastete Dichtung wirken, was auf das Auffedern der Klemmringe während des Abdichtens zurückzuführen ist (Bild 4).
Beim Anziehen der Verschraubung wird der vordere Klemmring elastisch verformt, während er sich beim Abdichten in die Oberflächen des Rohres und des Fittingkörpers einprägt. Über radial wirkende Kräfte klemmt der hintere Ring das Rohr in einem Bereich kurz außerhalb des Punkts ein, an dem die Nase des Klemmrings das Rohr hält, wodurch die Beständigkeit gegen Vibrationen steigt.
Verschraubungen dieser Art lassen sich nach der ersten Montage lösen und wieder montieren, ohne Teile der Verschraubung selbst oder der Rohrleitung zu beschädigen. Darüber hinaus bieten einige Hersteller eine Prüflehre an, mit der sich das richtige und ausreichende Anziehen der Verschraubung bei der ersten Montage sicherstellen lässt. Ein nicht ausreichendes Anziehen von Rohrverschraubungen ist speziell bei härteren Werkstoffen wie Edelstahl eine Hauptursache für Leckagen.
Umsetzungsmöglichkeiten bei Rohrgewindefittings
Rohrgewindefittings werden auf verschiedene Art realisiert.
- Die Fittinganbindung mit der besten Beständigkeit gegen Vibrationen und Ermüdung ist eine Stumpfschweißnaht. Dabei bestimmen ihre Festigkeit und die Qualität ihrer Ausführung den Grad der Fähigkeit, Belastungen dieser Art zu ertragen.
Aber stumpfgeschweißte Rohrfittings haben auch Nachteile. Die erforderlichen Schweißgeräte und die spezielle Ausbildung des Schweißers können teuer sein. Dazu kommt, dass das Anschweißen an die Systemkomponenten länger dauert als die Montage anderer Fittingausführungen. Auch die erforderliche Erfahrung des Monteurs sollte in die Kalkulation einbezogen werden, denn um hochwertige Schweißnähte herzustellen, ist intensives Training notwendig.
Schließlich ist die Möglichkeit für spätere Wartungsarbeiten an damit ausgestatteten Rohrleitungssystemen eingeschränkt: Die Monteure benötigen einen Schweißbrenner oder eine Bügelsäge, um das Rohrsystem aufzutrennen.
- Sehr häufig werden in Prozess-Fluidsystemen Gewindefittings eingesetzt, die es in unterschiedlichen Typen gibt. National Pipe-Thread-(NPT-)Fittings haben sowohl kegelige Innen- als auch Außengewinde. Die Dichtwirkung entsteht dabei durch das Aufeinanderpressen der verbundenen Metallflächen an der Flanke, an der Spitze und am Grund des kegeligen Gewindes. W
egen der Affinität von Metall gegenüber Metall, besonders beim Kontakt von Kohlenstoffstahl oder Edelstahl, kommt es während der Montage zu Fress- und Losreiß-Vorgängen an den Grenzflächen. Die Außengewinde von NPT-Fittings müssen deshalb bei der Montage unbedingt geschmiert oder mit einem Dichtmittel benetzt werden, das ein Schmiermittel enthält, um sie vor Beschädigung zu schützen. Verbreitet verwendet man zum Abdichten von Gewinden ein Band aus Polytetrafluorethylen (PTFE).
- Zunehmende Bedeutung gewinnen die zylindrischen SAE-Gewinde (Society of Automotive Engineers). Sie fixieren lediglich das Fitting, haben aber keine Dichtfunktion (Bild 5). Diese übernimmt ein Elastomerteil, das üblicherweise am Ansatz des Außengewindes positioniert ist.
Beim Verschrauben drückt es sich gegen eine Anschlussfläche oder ebene Fläche in der Nähe des Innengewinde-Endes. Diese Gewinde-Dichtungs-Kombination bietet wie die NPT-Fittings die Vorteile einer deutlich höheren Wartungsfreundlichkeit, besseren Zugänglichkeit und Wiederverwendbarkeit der Verbindung.
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