Rohrleitungen

Zuverlässigkeit und Leckagefreiheit bei Prozessleitungen

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Weitere Gewindetypen für den Einsatz im Fluidsystem

  • Weitere Gewindetypen, die in Fluidsystemen eingesetzt werden, sind zylindrische und kegelige Gewinde der International Standards Organisation (ISO), das über die Gewindegänge abdichtende Gewinde National Pipe Thread Fine (NPTF Dryseal) sowie 37°-Army-Navy Bördelflansch-Fittings (AN).
  • Fittings mit ISO-Gewinde wirken ähnlich wie NPT-Fittings mit kegeligen Gewinden. Das Gewinde übernimmt gleichzeitig die Dichtfunktion, so wie bei Fittings mit zylindrischem SAE-Gewinde, bei denen zusätzlich entweder ein Elastomer, ein gebonderter Metallring oder eine Flachdichtung zum Einsatz kommt.

Das über die Gewindegänge abdichtende Gewinde NPTF Dryseal ist am Gewindegrund stärker abgerundet als an der Gewindespitze. Dadurch treten beim Verschrauben Presskräfte auf, die bewirken, dass der Gewindegrund die Spitzen des Gegengewindes verformt.

Hinter dieser Gewindeform steht die Überlegung, dass, wenn sich Spitze, Grund und Flanke eines Gewindes berühren, immer ein durchgehender Kontakt zwischen beiden Gewinden und damit eine Abdichtung resultiert, bei der kein Schmiermittel erforderlich ist. Auf Grund der besonderen Eigenschaften von Metallen wie Kohlenstoffstahl und Edelstahl neigen Dichtungen dieser Art ungeschmiert aber zum Fressen, sodass die Installation schwierig und die Wiederverwendung unmöglich ist.

  • 37°-AN-Bördelflansch-Fittings haben zylindrische Gewinde, ähnlich wie die entsprechenden SAE- und ISO-Ausführungen. Diese zylindrischen Gewinde dienen nur zum Befestigen. Die Abdichtung übernimmt ein auf das Fittingende aufgebrachter 37°-Außenkegel zusammen mit einem Innenkegel am Anschlussstück. Diese Art der Verbindung wird hauptsächlich für Hydraulikanwendungen eingesetzt.

Nachteile des Einsatzes von Rohrgewindefittings

Verbindungen mit dickwandigen Rohren, die in Prozess- ebenso wie in Instrumentierungsleitungen eingesetzt werden, haben einen typischen Nachteil: Druckverluste oder Druckabfall auf Grund von Reibung an der Innenfläche von Rohrsystemen können dazu führen, dass in Anwendungen nicht die erforderlichen Strömungsbedingungen erreicht werden. Dieser Effekt lässt sich durch Anwendung der Reynoldszahl in Verbindung mit der Innendeometrie verdeutlichen.

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