Additive Fertigung 3D-Druck als Konkurrenz zum Spritzgießen?
3D-Druck oder Spritzguss? Sculpteo hat eine vergleichende Studie als E-Book veröffentlicht, die die Kosteneffizienz von 3D-Druck-Herstellungsverfahren unter Beweis stellen soll, den Kunststoff-Spritzguss aber dennoch nicht ersetzen kann.
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Die additive Fertigung (oder der 3D-Druck) hilft Produktentwicklern, täglich neue Ideen zur in reale Produkte umzusetzen. Die Vorteile dieser Technologie sind jedoch nicht nur auf das Rapid Prototyping beschränkt. Fortschritte bei Preisbildung und Online-Technologien, wie beispielsweise das Batch-Control-Tool von Sculpteo, haben dem 3D-Druck den Weg in die industrielle Fertigung geebnet. 3D-Druck-Verfahren stehen jetzt in direktem Wettbewerb zur Spritzgusstechnik, dem heutigen Standard in der industriellen Fertigung.
Clément Moreau, Geschäftsführer von Sculpteo: „Die Bestellung mehrere Objekte direkt über die Online-Plattform von Sculpteo hat den 3D-Druck auf eine völlig neue Ebene gehoben. Sculpteo geht mit seinem 3D-Druck-Angebot über die schnelle Prototypen-Entwicklung oder die On-Demand-Herstellung hinaus, indem schnell und kostengünstig höhere Bestellmengen geordert werden können.“
Die Studie „A Sculpteo Guide to Cost Efficiency Through Short Series Manufacturing“ soll die Aussagen von Clément Moreau mit Zahlen und Fakten bestätigen.
Preisvergleich gedruckter Objekte: Selektives Lasersintern oder Spritzguss?
Die Studie untersucht die Materialeigenschaften von Objekten, die mithilfe von selektivem Lasersintern gedruckt wurden. Neben qualitativen Aspekten wie Elastizität, Festigkeit und Finish stützt sie sich auf quantitative Kriterien.
Anschließend wird ein Preisvergleich zwischen Objekten, die mit SLS und Spritzguss gefertigt wurden, unter Berücksichtigung folgender Kriterien unternommen:
- Anzahl der produzierten Einheiten
- Volumen des Objekts
- Komplexität des Designs
Die Studie zeigt auf, dass der 3D-Druck eine wirtschaftlich tragbare Lösung für die Fertigung darstellt, insbesondere bei Objekten mit komplexen Gestaltungselementen (Aushöhlung, Löcher oder atypische Formen). Zum Beispiel liegt der Preis für Fernbediengungehäuse beim Spritzguss-Hersteller Quickparts bei 450 Euro für unter Hundert Einheiten, während er bei Sculpteo rund 30 Euro beträgt. Erst ab 502 Stück wird der Preis beim Spritzguss-Anbieter interessanter als beim 3D-Druck. Außerdem ist es kostengünstiger, Einzelteile mit relativ geringer Größe in 3D zu drucken. Das Volumen der Einheit ist ein ausschlaggebender Faktor in der Berechnung des Preises beim 3D-Druck.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die 3D-Druck-Technik den Kunststoff-Spritzguss heutzutage nicht ersetzen kann, ihn aber ergänzt und eine finanziell attraktive Fertigungsoption darstellt. Die additive Fertigung ist vielversprechend, vorausgesetzt, dass man die Beschränkungen und die Vorteile im Auge behält und gut abwägt.
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