Präzisionsdruck 3D-Druck erreicht ein neues Level der Präzision

Redakteur: Peter Königsreuther

Roboze hat seinen 3D-Drucker Argo 500 mit Automatisierungs-Know-how von B&R ausgestattet. Dieses erhöht die Wiederholgenauigkeit deutlich und bringe volle Prozesskontrolle.

Roboze hat seinen 3D-Drucker Argo 500 mit Automatisierungstechnik von B&R ausgestattet. So gelinge die Additive Fertigung in bisher unerreichter Präzision.
Roboze hat seinen 3D-Drucker Argo 500 mit Automatisierungstechnik von B&R ausgestattet. So gelinge die Additive Fertigung in bisher unerreichter Präzision.
(Bild: Roboze)

Mit der B&R-Technik ausgerüstete ARGO 500 erlaubt nach Aussage von Roboze nun die vollständige Kontrolle über jeden Schritt im Hochtemperatur-Druckprozess. Nach jedem Druckzyklus werden außerdem alle Prozessdaten gespeichert. Mit diesen lässt sich ein digitales Modell erstellen und jedes produzierte Teil automatisch zertifizieren, heißt es weiter. Der integrierte Fernzugriff erlaube die vorausschauende Diagnose, um sowohl die Verfügbarkeit als auch die Produktivität zu erhöhen. Aus der Ferne lassen sich außerdem neue Funktionen ergänzen und Parameter optimieren.

So werden die Durchlaufzeiten verkürzt und die Kosten für kundenspezifische Ersatzteile aus Metall gesenkt, führt Roboze weiter aus. Die Ersatzteile werden zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt, im Energiesektor und im Motorsport verwendet, wo sie extremen Belastungen standhalten müssen.

Exakt gedruckte Superpolymerteile ersetzen Metall

Das als besonders fortschrittlich bezeichnete Steuerungssystem und die patentierte riemenlose Antriebstechnik von Roboze erhöhten die Druckgeschwindigkeit und lieferten eine rund sechsmal höhere Wiederholgenauigkeit als mit riemengetriebenen Druckern erreichbar wäre. Diese Präzision, betont das Unternehmen, ist entscheidend, denn ARGO 500 drucke auch Superpolymere und Verbundwerkstoffe, die als Ersatz für Metalllegierungen hohen Temperaturen, aggressiven Chemikalien und extremen mechanischen Belastungen ausgesetzt seien. Diese Teile müssen hohe Anforderungen und engen Maßtoleranzen genügen, was bisher nur mit traditionellen Verfahren wie dem Spritzgießen oder durch eine spanende CNC-Bearbeitung funktionierte.

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