Strack Norma auf der Fakuma 2017 3D-gedruckter Einfallkern verkürzt Zykluszeit beim Spritzgießen

Redakteur: Peter Königsreuther

Der Normalienhersteller Strack Norma präsentiert, wie es heißt, den ersten 3D-gedruckten Einfallkern. Diese Fertigungsalternative realisiere ein optimiertes Kühlsystem, das Zykluszeiten verkürze und die Formteilqualität erhöhe. In Halle A2 am Stand 2302 kann die zum Patent angemeldete Idee näher unter die Lupe genommen werden.

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Weltneuheit zur Fakuma von Strack Norma: Der spiralförmige Kühlkanal des neuen 3D-gedruckten Einfallkerns ermöglicht die konturnahe Temperierung und damit schnellere Zykluszeiten beim Spritzgießen und dem Druckgussprozess.
Weltneuheit zur Fakuma von Strack Norma: Der spiralförmige Kühlkanal des neuen 3D-gedruckten Einfallkerns ermöglicht die konturnahe Temperierung und damit schnellere Zykluszeiten beim Spritzgießen und dem Druckgussprozess.
(Bild: Strack Norma)

Das bei der Herstellung des neuartigen Einfallkerns verwendete Metall-Lasersinter-Verfahren druckt dreidimensionale Formen Schicht für Schicht und ermöglicht eine neuartige Konstruktionsweise des Einfallkerns, wie Strack Norma erklärt. Ein spiralförmiger Kühlkanal garantiere die gleichmäßige Wärmeableitung, und die optimale Konturnähe zu den Kavitätenflächen gewährleiste eine schnellere Temperierung der Kunststoffteile auf ihre Entformungstemperatur.

Wettbewerbssteigernde Entformungskunst

Aus diesen Gründen verspricht der 3D-gedruckte Einfallkern laut Strack Norma nicht nur eine hohe Formteilqualität und schnellere Zykluszeiten, sondern verringert so natürlich die Kosten pro Bauteil. Der Einfallkern sei sowohl mit Wasser als auch mit Öl zu betreiben und erlaube den bequemen Einsatz für jegliche Spielart des bekannten Werkzeugbaus. Das als innovativ bezeichnete Produkt, das noch Formteile mit bis zu 17 % Hinterschneidungen problemlos entformen kann, liefert Strack Norma ab 40 mm Durchmesser. Im „letzten Schliff“ sei der 3D-Einfallkern auf Innenkern und Führungsringen DLC-beschichtet – und laufe damit wie geschmiert, betont der Hersteller.

Wozu braucht es diese Einfallkerne?

Einfallkerne sind im Spritz- und Druckgussverfahren unentbehrlich, wenn Hinterschneidungen wie zum Beispiel Gewinde von Flaschendeckeln das einfache Auswerfen eines Spritzgießteils verhindern, erklären die Strack-Norma-Experten. Werde das Formteil um einen Einfallkern gegossen, sorge dieser mit seiner Einfallfunktion dafür, dass sich das Formteil beim Abstoßen nicht mehr verhake und ohne Weiteres entformt werden könne.

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