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Geklärt wird auch, ob eine Maschine als unvollständig anzusehen ist und aufgrund ihres späteren Einbaus in eine andere Maschine nicht vollständig die Anforderungen des Anhangs I berücksichtigen muss, sondern separat zu behandeln ist. Darüber hinaus wird der überarbeitete Anhang IV berücksichtigt; dieser regelt zum einen ein besonderes Konformitätsbewertungsverfahren für bestimmte Maschinen, zum anderen wurde er um Logikeinheiten für Sicherheitsfunktionen wie Sicherheitsschaltgeräte, Sicherheitssteuerungen und Bussysteme ergänzt.
Integrierter Norm-Manager prüft Norm-Bestand auf Aktualität
Nach der Einstufung des Produktes gilt es im zweiten Schritt, die Anwendung weiterer Richtlinien zu klären. Mithilfe der Software werden solche Richtlinien identifiziert, beispielsweise die EMV- oder Niederspannungsrichtlinie. Damit wird sichergestellt, dass das spätere CE-Zeichen ebenfalls die darin enthaltenen Bestimmungen berücksichtigt.
Als nächstes folgt die Klärung der anzuwendenden Normen. Weil Normen einem stetigen Wandel unterliegen, ist es häufig nicht einfach, den Überblick zu behalten. Hier schafft der integrierte Norm-Manager Abhilfe: Er überprüft den Normenbestand ständig auf Aktualität.
Risikobeurteilung bei neuer Maschinenrichtlinie zentral
Der nächste Schritt, die Risikobeurteilung, kann als Kernstück des gesamten Konformitätsbewertungsverfahrens angesehen werden. Inhalt und Umfang von Risikobeurteilungen werden zwar prinzipiell in keiner Richtlinie vorgegeben, jedoch gibt die Norm EN ISO 14121-1 als Nachfolger der EN 1050 wichtige Leitsätze für systematische Verfahren zur Risikobeurteilung.
Dabei bringt die Sicherheitssoftware den Anwender auf den neuesten Stand, weil die Anpassungen, die die Umstellung von der EN 1050 auf die EN ISO 14121 für alle C-Normen erwarten lässt, per Mausklick im laufenden Projekt berücksichtigt werden können (Bild 1 – siehe Bildergalerie).
Software ermittelt Abweichungen vom Stand der Technik
Ausgehend von der bestimmungsgemäßen Verwendung und allen Betriebsphasen nach dem Inverkehrbringen bietet Safexpert 7.0 eine Übersicht mit allen möglichen Gefährdungen an. Für jede Gefährdung wird der Stand der Technik ermittelt und die ausgeführte Lösung beschrieben.
Eng verbunden mit dem Prozess der Risikobeurteilung ist auch die Beurteilung der funktionalen Sicherheit. Durch die in der neuen Version der Software verfügbare Daten-Schnittstelle zu dem Werkzeug Sistema der IFA (Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung) kann die Beurteilung der funktionalen Sicherheit in den Workflow integriert werden (Bild 2). Bei Restgefährdungen oder einem Abweichen vom Stand der Technik können diese ermittelt und Maßnahmen zur Reduzierung der Restgefährdungen abgeleitet werden.
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