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Problem Füllstoffanteil
Die obe beschriebene Vorgehensweise bei der Anpassung sei besonders bei den hohen Füllstoffgehalten wichtig. Denn durch sie und die niedrigen Verarbeitungstemperaturen sind die Formmassen im Vergleich zu Thermoplasten kaum kompressibel. Minimale Abweichungen vom Sollwert des Füllbeginns, die der Bediener im Prozess nicht erkennen kann – gleiches gilt für das Restmassepolster – beeinflussen direkt das einzuspritzende Schussvolumen. Ohne automatisierte Korrekturmöglichkeit sei man dagegen machtlos. APC plus aber, hält die volumetrische Füllung der Kavität konstant, so Krauss-Maffei. Das gelte sowohl für rieselfähige Duromere, für BMC (Bulk Molding Compound) sowie auch für Flüssig- und Feststoffsilikonen (LSR und HTV). Steige etwa bei der BMC-Verarbeitung die Zylindertemperatur nur um 2 °C an, was bei einem instabilen Temperiergerät oder jahreszeitlichen Temperaturschwankungen schnell passieren könne, und werde der Kunststoff dadurch flüssiger, schalte APC plus entsprechend früher von der Einspritz- auf die Nachdruckphase um. Außerdem wird die Nachdruckhöhe herabgesenkt. Beides geschieht laut Krauss-Maffei, um eine Überfüllung der Bauteilkavität zu vermeiden. „Sowohl in zahlreichen Versuchen im Labor als auch auch bei den Anwendern konnten wir den Variationskoeffizient des Bauteilgewichts halbieren und die Gutteilausbeute deutlich steigern“, betont Cordula Wieland, Produkt- und Technologiemanager bei Krauss-Maffei.
MM
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