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Sind ältere Fachkräfte die schlechteren Fachkräfte?

Von Christina Welnhofer 6 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie von Hays im Jahr 2025 bietet exklusive Einblicke in die Beschäftigung von älteren Fachkräften. Welche Hürden und Vorbehalte bestehen gegenüber der älteren Belegschaft?

Geringe Veränderungsbereitschaft, aber sehr zuverlässig – ältere Fachkräfte werden oft mit Vorurteilen verbunden.(Bild: ©  pressmaster - stock.adobe.com)
Geringe Veränderungsbereitschaft, aber sehr zuverlässig – ältere Fachkräfte werden oft mit Vorurteilen verbunden.
(Bild: © pressmaster - stock.adobe.com)

Im Hinblick auf Arbeitnehmer über 60 halten sich einige Vorurteile – so auch im Maschinenbau. Ihnen wird eine geringe oder keine Veränderungsbereitschaft (26 %), mangelnde IT-Kenntnisse (24 %) oder das Festhalten an traditionellen Arbeitsweisen (16 %) vorgeworfen, die aus der Zeit gefallen sind. Laut einer Online-Umfrage, gibt branchenübergreifend etwa ein Viertel der Befragten an, keinen Nachteil in der Beschäftigung älterer Arbeitskräfte zu sehen (24 %). Im Maschinenbau stimmen dieser Aussage sogar über ein Drittel zu (35 %). Daher stellt sich die Frage, wie begründet die Vorurteile tatsächlich sind und ob sie einen Grund darstellen, diese Personen nicht mehr einzustellen.

Vorurteile gegenüber älteren Arbeitnehmern wirken wie stille Filtermechanismen im Recruiting. Sie führen dazu, dass Bewerbungen von Menschen im Alter von 60 Jahren seltener oder kaum berücksichtigt werden. Und zwar nicht etwa aufgrund mangelnder Qualifikationen, sondern wegen unreflektierter Annahmen und Voreingenommenheit.

René Gruner, Hays