Antriebstechnik Agrarmaschinen erfordern widerstandsfähige Wälzlager

Autor / Redakteur: MICHAEL NEUHAUS / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Für den Einsatz in Agrarmaschinen müssen Wälzlager sowohl der rauen Umgebung als auch den schädlichen Umwelteinflüssen standhalten. In der Regel werden doppelseitig abgedichtete und fettgefüllte Wälzlager eingebaut. In selbstschmierenden Gehäusen mit eigenen Dichtungssystemen können auch offene Lager verwendet werden.

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Die landwirtschaftliche Bodenbearbeitung stellt eine der Grundlagen der menschlichen Zivilisation dar. Erst der Einsatz von Wälzlagern hat die heutigen Maschinen komfortabel gemacht. In kombinierten Direktsaatmaschinen, die sowohl die Primär- als auch die Sekundärbodenbearbeitung in einer Maschine kombinieren, kommen bis zu 100 Rillenkugellager zum Einsatz.

Diese sind in der Regel nicht mehr an den Achsen befestigt, vielmehr wird bei modernen Direktsaatmaschinen jede Säscheibe (Bild 1 – siehe Bildergalerie) einzeln gelagert. Wälzlager von LFD beweisen durch hohe Belastungs- und Tragfähigkeiten ihre besondere Einsatzfähigkeit unter extrem harten Bedingungen, wie sie in Landmaschinen gefragt ist.

Ausgeklügelte Kombination aus Schmiermittel und Dichtungen

Eine ausgeklügelte Kombination von Schmiermitteln und Dichtungen optimiert den Gebrauch unter diesen Bedingungen. Gerade am Ende des Winters sind die Äcker nass und die Maschinen sinken tief ein. Der gesamte Maschinenpark ist in der Landwirtschaft enormen Belastungen unter extremen Witterungseinflüssen ausgesetzt.

Direktsaatmaschinen kommen saisonal zum Einsatz und haben den Vorteil, dass sie keine vorlaufende Bodenbearbeitung benötigen. Dort sind zwei Maschinen in einer vereint. Dieser Kombiluxus ist in der Anschaffung kostspieliger, aber die Zeitersparnis ist enorm, weil Saatbereitung und Saat durch eine einzige Maschine bewerkstelligt werden. Die Anschaffung zusätzlicher Maschinen, aber auch die Einzelwartungen verursachen Zusatzaufwand und -kosten.

Geschlossene Wälzlager machen Maschinen wartungsarm

Aber auch bei der Auswahl der Maschinen gibt es viele Gesichtspunkte, die bedacht werden sollten: Maschinen, die fast durchgehend im Jahr in Betrieb sind, sollten wartungsarm sein. Dort ist der Einsatz geschlossener Wälzlager sinnvoller als der Einsatz offener Lager. Diese Lager sind doppelseitig abgedichtet und fettgefüllt.

Zwei Dichtscheiben (Rubber Seal, kurz RS) aus Nitryl-Butadien-Rubber (NBR) mit einem Labyrinth-Profil verhindern, dass Dreck in das Lager eindringen kann. Zusätzlich schirmen bei den Landmaschinen sogenannte Lagerflansche mit eigenen und zusätzlichen Dichtsystemen das eigentliche Wälzlager ab. Das ist in diesem Bereich auch unbedingt nötig, weil starke Staubaufwirbelung, säurehaltige Silagen und die zum Teil steinigen oder lehmigen Böden eine starke Belastung durch Verschmutzungen verursachen können.

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