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Die Bodenbeschaffenheit spielt natürlich eine besondere Rolle. Lehmiger Boden ist nicht nur schwerer zu bearbeiten als ein sandiger Boden, sondern bleibt auch stärker haften. Die Arbeitsbreite der bodenbearbeitenden Geräte ist in den vergangenen Jahren mit den größeren Ackerflächen ebenfalls immer weiter gestiegen. Auch dort gilt „Zeit ist Geld“ und ein Ausfall von Geräten ist nicht akzeptabel.
Lange Standzeiten ermöglichen Wartungsarbeiten
Die Nutzung gerade während der Saison soll mit einem weitgehend eingeschränkten Aufwand an Servicearbeiten möglich sein. Bei Maschinen, die nicht ganzjährig eingesetzt werden, sind die Standzeiten allerdings ausreichend lang, um durch manuelle Wartungsarbeiten Kosten zu reduzieren.
Im Acker liegende Steine belasten die Säscheiben zusätzlich und können die Oberfläche der Scheiben beschädigen. Anhaftendes Erdreich wird gelegentlich bei der Reinigung mit einem scharfen Wasserstrahl entfernt. Der Schutz des Lagers kann in solch extremen Fällen sehr effizient von Lagerflansch (Bild 2), Dichtring (Wellendichtring/Nilosring) und Markenfett übernommen werden.
Lagerflansch, Dichtring und Markenfett halten Erde und Feuchtigkeit aus dem Lager
Diese Lagereinheiten sorgen dafür, dass nur die Kraftbelastung auf das Lager wirkt und nicht zusätzlich Erdreich oder Feuchtigkeit ins Lager gelangt. Allerdings nimmt dadurch selbstverständlich das Eigengewicht der Maschine zu.
Durch Wartung kann die Korrosion der Bauteile aufgrund anhaftender oder eintretender Verunreinigungen vermieden werden. Dosiertes Nachschmieren mit umweltverträglichen Schmierstoffen sorgt dafür, dass im Lager selbst nur Fett vorhanden ist und Bodenpartikel und andere Fremdstoffe verdrängt werden. Die bei der groben Reinigung mit scharfem Wasserstrahl eventuell ins Lager gelangende Feuchtigkeit wird ebenfalls durch das Nachfetten aus dem Lager gedrückt.
Wälzlagerwerkstoffe haben Auswirkung auf die Lebensdauer
Die Eignung von Werkstoffen für Wälzlager ergibt sich aus den vielfältigen Anforderungen an das Leistungsverhalten. Bei der Auswahl helfen Kriterien wie zum Beispiel Belastbarkeit, Korrosions- oder Temperaturbeständigkeit. Hohe Ansprüche werden in der Regel hinsichtlich der Belastbarkeit der einzelnen Wälzlagerkomponenten wie Ringe und Kugeln gestellt.
Diesen Anforderungen wird LFD durch die Auswahl besonders reiner Stähle mit möglichst geringen Sauerstoffgehalten gerecht. Weltweit durchgesetzt haben sich durchhärtende Chromstähle mit etwa 1% Kohlenstoff und 1,5% Chrom, die gut geeignet sind, auf 58 bis 65 HRC (Härtegrad nach Rockwell) gehärtet zu werden. Eisenbegleitende chemische Elemente wie Mangan (Mn) oder Silizium (Si) haben zum Beispiel eine positive Wirkung auf die Härtbarkeit und sind daher in geringen Mengen durchaus erwünscht.
Nichtmetallische Einschlüsse beeinflussen Festigkeit negativ
Andere Elemente, die zur Bildung von Schlacketeilchen führen, sind hingegen schädlich. Diese nichtmetallischen Einschlüsse sind unerwünscht, weil die Festigkeitseigenschaften dieser Gefügebereiche deutlich geringer sind als von dem umgebenden Gefüge. Deshalb ist man daran interessiert, Stähle hoher Reinheit mit möglichst geringen Sauerstoffgehalten zu verwenden. Mit Wälzlagern aus solchen reinen Stählen konnte LFD die erreichbare Lebensdauer nochmals steigern, weil ein homogeneres Gefüge auch höhere Kraftbelastungen tragen kann. In enger Zusammenarbeit mit den Stahlwerken wird dies auch ständig optimiert.
Die Nutzungsdauer von Wälzlagern in landwirtschaftlichen Geräten wird maßgeblich von den Umgebungseinflüssen bestimmt. Deshalb kann die Wartung der Wälzlager (durch das Naschschmieren) mit ihrer lebensdauerverlängernden Wirkung durchaus eine kostengünstige Alternative zum komplettem Austausch der Lagerung sein. In jedem Fall lassen sich durch den Einsatz von hochwertigen Wälzlagern von LFD der Wartungsaufwand und die Kosten reduzieren.
Dipl.-Ing. Michael Neuhaus ist technischer Leiter der LFD Wälzlager GmbH in 44319 Dortmund.
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