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Die feinen Staubkörner, die gerade bei der Saat aufgewirbelt werden, dringen überall ein. Nur durch ausgeklügelte Dichtungskonzepte kann ein wartungsarmer Betrieb sichergestellt werden. Ein großes Reservoir innerhalb des Lagergehäuses sorgt je nach Hersteller für eine ausreichende Schmierstoffversorgung und damit hohe Nutzungsdauer der Wälzlager. In diesem Fall können auch Wälzlager ohne Deck-/Dichtscheiben offen benutzt werden.
Saatmaschinen sind im Jahr nur vier bis sechs Wochen in Betrieb
Bodenbearbeitungsmaschinen werden in der Regel stark beansprucht. Sie sind extremen Witterungsbedingungen und starker Verschmutzung ausgesetzt. Während Baumaschinen ganzjährig betrieben werden, sind beispielsweise Saatmaschinen nur vier bis sechs Wochen im Jahr in aktivem Betrieb.
Durch die langen Standzeiten ist es dem jeweiligen Landwirt viel eher möglich, die Pflege und Wartung aller Maschinenteile selbst vorzunehmen. Nachschmieren trägt zur Lebensdauerverlängerung bei, ist gleichzeitig aber auch eine kostengünstige Alternative zum Austausch der Wälzlager.
Bei Saatmaschinen mit einer Bearbeitungsbreite von 3 bis 4 m sind circa 30 Rillenkugellager verbaut. Zum Nachschmieren ist dies noch eine ganz übersichtliche Menge.
Bis zu 100 Rillenkugellager in Direktsaatmaschinen
Große Direktsaatmaschinen mit einer Bearbeitungsbreite bis 12 m weisen keine Achslagerung auf, vielmehr sind dort die Säscheiben einzeln gelagert und bei manchen Herstellern mit geschlossenen Rillenkugellagern ausgestattet. Dort werden bis zu 100 Rillenkugellager eingebaut.
Eine Direktsaatmaschine kann bis 4 t Saatgut transportieren und bringt es auf eine Fahrgeschwindigkeit von 8 bis 12 km/h. Dadurch muss die Maschine seltener nachgeladen werden, was wiederum eine enorme Zeitersparnis für den Landwirt bedeutet. Je nach Wetterlage kann dies von großer Bedeutung sein.
Jede Gewichtseinsparung bei Saatmaschinen sinnvoll
Um besonders viel Saatgut in einem Schub transportieren zu können und wenig Kraftstoff zu verbrauchen, sollte die Maschine selbst so wenig wie möglich Gewicht mitbringen. Weil aber bei Saatmaschinen mit einer Bearbeitungsbreite von 12 m circa 100 Lager eingebaut werden, ist jede Gewichtseinsparung sinnvoll.
Nehmen wir daher nur ein Beispiel der Entwickler: Ein Gehäusedeckel in einer Scheibenegge mit einem Eggenscheibendurchmesser von 510 mm wiegt 200 g (passendes LFD-Lager: Kegelrollenlager 30206 A). 100 solcher Gehäusedeckel wiegen also allein 20 kg.
In Sämaschinen kann auf einen von zwei Gehäusedeckeln verzichtet werden, weil die Säscheibe (Bild 1) selbst das Lagergehäuse als Gehäusedeckel schließt. Die Gewichtsersparnis in der Maschine liegt also bei 20 kg. In Scheibeneggen kommen übrigens keine Rillenkugellager, sondern Kegelrollenlager oder Schrägkugellager zum Einsatz, weil diese Arbeitsgeräte starken axialen Kräften und Kippmomenten ausgesetzt sind.
Direktschmierung der Kugellager erspart das Nachschmieren
Wer sich das manuelle Nachschmieren ersparen möchte, kann allerdings je nach Maschinenhersteller auch auf eine Direktschmierung zurückgreifen. Dies ist die bequemste Form der Nachschmierung. Dort wird automatisch geschmiert. Es muss lediglich ab und zu der Vorratsbehälter mit Fett beziehungsweise Öl nachgefüllt werden.
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