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3. Tagung „Betriebliches Gesundheitsmanagement“.

Alternsgerechte Arbeitszeitgestaltung muss auf Flexibilität setzen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Corinna Jaeger: „Die Implementierung eines betrieblichen Arbeitszeitrahmens mit individuellem Gestaltungsspielraum ist zur Bewältigung des demografischen Wandels von großer Bedeutung.“
Corinna Jaeger: „Die Implementierung eines betrieblichen Arbeitszeitrahmens mit individuellem Gestaltungsspielraum ist zur Bewältigung des demografischen Wandels von großer Bedeutung.“ (Bild: Ifaa)

Arbeitszeit flexibel und alternsgerecht zu gestalten ist eine wichtige Maßnahme, damit Unternehmen im Rahmen des demografischen Wandels wettbewerbsfähig bleiben. Wie Betriebe dies bewältigen können, erläuterte die Arbeitswissenschaftlerin Corinna Jaeger bei der 3. Tagung „Betriebliches Gesundheitsmanagement“.

Arbeitszeit flexibel und alternsgerecht zu gestalten ist eine wichtige Maßnahme, die im Rahmen des demografischen Wandels Unternehmen dabei unterstützt wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie Betriebe dies bewältigen können, erläuterte Dipl.-Psych. Corinna Jaeger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (Ifaa) in einem Vortrag anlässlich der 3. Tagung „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ von Südwestmetall und der Hochschule Aalen in Aalen.

Arbeitszeitrahmen muss individuellen Gestaltungsspielraum bieten

„Die Implementierung eines betrieblichen Arbeitszeitrahmens mit individuellem Gestaltungsspielraum, der die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten mit den Interessen des Unternehmens in Einklang bringt, ist zur Bewältigung des demografischen Wandels für die Betriebe von großer Bedeutung“, so die Wissenschaftlerin. In ihrem Vortrag erläutert die Ifaa-Expertin für Arbeitszeit wie dies konkret umsetzbar ist. Wichtig für die Unternehmen sei, flexibel auf die wechselnden Kapazitätsbedarfe reagieren zu können. Hierbei unterstützten flexible Arbeitszeitmodelle wie die Verlängerung oder Verkürzung täglicher Arbeitszeiten.

Eine alternsgerechte Arbeitszeitgestaltung bezieht sich laut Jaeger auf jedes Lebensalter und setzt bereits präventiv bei den Jüngeren an. Sie zielt darauf ab, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit aller Beschäftigten frühzeitig zu fördern und langfristig zu erhalten. Die Ifaa-Expertin empfiehlt Maßnahmen einzusetzen, die die Dauer, die Lage und die Verteilung der Arbeitszeit betreffen. Dazu gehöre etwa der Ausgleich von Mehrarbeit durch Freizeit statt Geld, mit zunehmendem Alter weniger oder kürzere Nachtschichten oder eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitszeit über den Tag.

Arbeitszeit lebenssituationsspezifisch gestalten

Dabei geht es um die Möglichkeiten die Arbeitszeit an die unterschiedlichen Situationen im Verlauf des Erwerbslebens anzupassen. Dabei gilt es ebenfalls die Bedarfe des Unternehmens zuverlässig abzudecken. Wichtige Faktoren in diesem Wechselspiel sind: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften, die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit sowie die Qualifizierung und die Gesundheit der Mitarbeiter. Beispiele zur Umsetzung: das Angebot von freiwilliger Dauernachtarbeit, die Gleitzeit im Schichtbetrieb oder auch die Vertrauensarbeitszeit.

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