Logistikzentren Andockplätze für den wetterfesten Brückenschlag
Effiziente Transport- und Umschlaglogistik lässt sich nur bedingt standardisieren. Ausgehend von Standards können aber bei frühzeitiger Abstimmung auf hohem Leistungsniveau kostenoptimierte Lösungen entwickelt werden. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation von Hermes und Novoferm beim Neubau des Logistikzentrums Hückelhoven.
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Rund 250 Mio. Zustellungen wickelt die Hermes Logistik Gruppe (HLG) jährlich ab, versandt in mehr als 20 Länder Europas. Damit diese Sendungen nicht nur „gut ankommen“ – wie es im Firmen-Claim griffig heißt –, sondern der Transportprozess auch auf der Strecke zwischen Versender und Empfänger ebenso wirtschaftlich wie reibungslos abläuft, hat die HLG bundesweit ein Netz an Hauptumschlagsbasen aufgebaut.
Die neueste davon entstand nach rund einjähriger Bauzeit für den Vertriebsbereich West in Hückelhoven, Nordrhein-Westfalen. Die Eckdaten: ein Jahr Bauzeit, 34 Mio. Euro Investitionssumme, 12000 m² Fläche und ein Umschlagsvolumen von 50 Mio. Sendungen pro Jahr.
50 Mio. Sendungen – um diese Größenordnung wirtschaftlich zu bewältigen, stattete HLG die Hauptumschlagsbasis beispielsweise erstmalig mit einer geeichten Volumenmessung der Sendungen auf dem fahrenden Sorter aus. So kann präzise die notwendige Transportkapazität ermittelt werden, was wiederum optimierte Fahrzeugauslastungen und Routenplanungen ermöglicht.
Ähnlich zielorientiert waren die Vorgaben, die an die zentrale Schnittstelle jeder Transportkette – die Umladung der Sendung aus dem Distributionszentrum in einen Lkw beziehungsweise einen Wechselaufbau – gestellt wurden: Robust und flexibel sollten die insgesamt 114 Andockplätze der Hückelhovener Hauptumschlagsbasis sein, darüber hinaus vor allem zuverlässig wetter- und winddicht.
Flexible Standards
Gemeinsam mit Novoferm, einem der führenden europäischen Systemanbieter für Industrietore und Verladetechnik, wurde daher bereits in der Planungsphase des Neubaus ein Konzept entwickelt, um diese Anforderungen sehr kostenbewusst, zugleich aber auch so hochwertig und langlebig wie möglich zu realisieren. Diese frühzeitige Einbindung war eine entscheidende Voraussetzung für die anschließende reibungslose Umsetzung: Analog zum Baufortschritt mussten insgesamt 117 Sektionaltore vom Typ Thermo 45 sowie 114 elektro-hydraulische Überladebrücken mit Vorschublippe vom Typ NLT-2 just in time angeliefert und montiert werden.
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