Logistikzentren

Andockplätze für den wetterfesten Brückenschlag

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Hilfreich war dabei außer der weitgehenden Standardisierung der Torlösungen auf der einen Seite – bei 114 Sektionaltoren auf das Maß 2800 mm × 3000 mm, bei 112 Überladebrücken auf das Maß 2000 mm × 2000 mm – ausgerechnet die gleichzeitig notwendige Flexibilität des Herstellers auf der anderen Seite. So konnten zum Beispiel aus jeweils demselben Produktprogramm passende Verladetore in Übergröße (4000 mm × 4200 mm beziehungsweise 6000 mm × 4200 mm) ebenso serienmäßig beigestellt werden wie zwei Überladebrücken in der Jumbo-Größe 4000 mm × 2000 mm.

Torantriebe befriedigen individuelle Ansprüche

Vergleichbar stellte sich die Situation bei den Antrieben dar: Ob handbetätigt mit Doppelfeder-Aggregaten für die leichte Bedienung oder identische Tore mit elektrischen Antrieben – die abgestimmten Novoferm-Systeme erlaubten gewissermaßen „serienmäßige Individualität“ bis hin zur gegenseitigen Verriegelung der elektrisch betriebenen Sektionaltore mit den Ladebrücken mittels Lichttaster.

Die Bedienung von Tor und Ladebrücke ist damit an Aggregatszustände gebunden. So wird die Ladebrücke erst freigegeben, wenn das Tor vollständig geöffnet ist – ein maßgeblicher Sicherheitsaspekt für die Mitarbeiter des Logistikzentrums und zugleich ein Schutz vor Beschädigungen der Rampe durch Fehlbedienung.

Kombinationen zentral steuerbar

Mit der modular aufgebauten Steuerungseinheit Novo I-Vision präsentierte Novoferm zudem auf der Fachmesse Bau 2009 in München eine neue, einheitliche Steuerung für verschiedene Komponenten. Je nach Ausführung können so Kombinationen von Tor und Ladebrücke zentral über einen Steuerungskasten gesteuert werden. Über Standardschnittstellen besteht zudem die Möglichkeit der Vernetzung oder der Erweiterung mit Plug-and-Play-Modulen, eine Infrarot-Schnittstelle für ein Servicetool wurde gleichfalls integriert.

Abhängig von den hinterlegten Komponenten und Funktionen zeigt ein LED-Feld mit einheitlicher Menüführung die jeweils möglichen Bedienoptionen an. Statt unterschiedlichster Schaltkästen, Taster oder Knöpfe zur Bedienung von Toren, Überladebrücken oder Beleuchtung mit einer entsprechend hohen Gefahr von Verwechselungen oder Bedienfehlern bietet Novoferm mit der Novo I-Vision ein zukunftsfähiges Steuerungssystem, das zu deutlich mehr Bediensicherheit, -schnelligkeit und -komfort beiträgt.

„Unkaputtbare“ Stahlpuffer

Zum Schutz der Verladerampen vor Beschädigung tragen gleichfalls die von Novoferm speziell für den Gebäudeschutz entwickelten Stahlpuffer bei, die an allen 114 Verladerampen der Hauptumschlagsbasis in Hückelhoven montiert sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Gummipuffern fangen sie dank ihrer innen liegenden Gummikerne und der zweischaligen Bauweise die Stöße andockender Lastwagen zuverlässig ab.

Die teilweise ganz beträchtlichen Kräfte (bei einer Anprallgeschwindigkeit von 5 km/h rund 20 t) werden auf diese Weise weitestgehend absorbiert, kostspielige Beschädigungen an Fundament oder Gebäude also vermieden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rampenpuffern aus Gummi oder Sekundärkautschuk sind die patentierten Stahlpuffer mit einer inneren Kraftaufnahme von bis zu 180 kN zudem „unkaputtbar“; die Investitionsmehrkosten haben sich also binnen weniger Monate amortisiert.

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