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Gleitschleifen

Angebot an Schleifkörpern zum Gleitschleifen wächst

| Autor: Stéphane Itasse

Schleifkörper und Compounds für das Gleitschleifen gibt es in vielen verschiedenen Arten.
Schleifkörper und Compounds für das Gleitschleifen gibt es in vielen verschiedenen Arten. (Bild: Rösler Oberflächentechnik)

Um dem gestiegenen Bedarf an Schleifkörpern und Compounds gerecht zu werden, investiert Rösler am Standort Untermerzbach in den Ausbau der Produktion. Neue Entwicklungen tragen dazu bei, Gleitschliffprozesse weiter zu optimieren.

Die Produktion für kunststoffgebundene Schleifkörper hat Rösler Oberflächentechnik laut eigener Mitteilung im Oktober 2017 um eine zusätzliche Produktionslinie erweitert. Eine weitere Fertigungslinie soll voraussichtlich im Frühjahr 2018 in Betrieb gehen, sodass sieben Produktionslinien in der Endausbaustufe zur Verfügung stehen. Erweitert werden darüber hinaus die Kapazitäten für die Herstellung keramischer Schleifkörper um eine zusätzliche Fertigung in einer neuen Halle. Der Produktionsstart ist hier im ersten Quartal 2019 geplant.

Entwicklung neuer Schleifkörper ermöglicht weitere Einsatzgebiete für das Gleitschleifen

Um neue Anwendungsfelder für das Gleitschleifen zu erschließen, entwickelt Rösler das Standardprogramm mit inzwischen rund 15.000 kunststoffgebundenen und keramischen Schleifkörpern weiter. Dazu zählt beispielsweise die Produkt- und Prozessentwicklung für das beschädigungsfreie Gleitschleifen endbearbeiteter Werkstücke, das bisher nicht möglich war.

Eine weitere Neuentwicklung soll den Weg zur einlagerungsfreien Bearbeitung von Acetat ebnen. Aus diesem Kunststoff werden beispielsweise besonders leichte und komfortable Brillengestelle produziert, denen der Gleitschliffprozess ihre Optik verleiht. Geht es darum, ein sehr mattes Finish mit besonders feiner Struktur und hellen Oberflächen herzustellen, kommen bisher üblicherweise Urea-gebundene Schleifkörper, die Formaldehyd enthalten, zum Einsatz. Hier ist es Rösler gelungen, einen Schleifkörper ohne Formaldehyd zu entwickeln, mit dem identische Oberflächeneigenschaften erzielt werden.

Compound übernimmt mehrere Aufgaben beim Gleitschleifen

Während des Gleitschliffprozesses übernimmt der Compound verschiedene Aufgaben. Dazu zählt, dass er den von den Werkstücken abgelösten Schmutz sowie Abrieb von Teilen und Schleifkörpern bindet und aus dem Prozess ausschleust. Dies erfolgt bei der Prozesswasseraufbereitung mit Zentrifuge. Dabei ermöglicht die Entwicklung recyclingfähiger Compounds, abgestimmter Behandlungsmittel und Zentrifugentechnik, dass nur die Verunreinigungen ausgetragen werden. Der Compound verbleibt im Prozesswasser und wird wiederverwendet. Je nach Anwendung resultieren daraus laut Hersteller Standzeiten zwischen vier Wochen und einem Jahr. Der Verbrauch an Compound sinkt dadurch, was zu verringerten Betriebskosten führt. Recyclingfähige Compounds stellen inzwischen den Schwerpunkt der Compound-Produktpalette von Rösler dar. Dies beinhaltet sowohl flüssige Compounds als auch Pasten, die Abrasivstoffe enthalten. Pasten wurden für eine einfache Handhabung in Pulverform gebracht und, um neben der Kreislaufführung auch eine automatische Nachdosierung zu ermöglichen, als flüssige Formulierung entwickelt.

* Weitere Informationen: Rösler Oberflächentechnik GmbH, 96190 Untermerzbach

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