Da rollt man hin ... Continental-Chef erläutert seine Ziele – große Reifen sollen helfen

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Was der Conti-Chef Christian Kötz in den nächsten Monaten vorhat und wo das Unternehmen hin will, kann man in diesem Beitrag erfahren ...

Aus Hannover gewährte der Continental-Chef Christian Kötz einen Einblick in seine Zukunftspläne. Ein Ziel ist es etwa, den Absatz von großen und damit teuren Reifen noch weiter zu erhöhen ...(Bild:  Continental)
Aus Hannover gewährte der Continental-Chef Christian Kötz einen Einblick in seine Zukunftspläne. Ein Ziel ist es etwa, den Absatz von großen und damit teuren Reifen noch weiter zu erhöhen ...
(Bild: Continental)

Conti-Chef Christian Kötz will im ersten Jahr nach der Abspaltung der Autozuliefersparte (jetzt Aumovio) einen Umsatz von 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro erzielen. Darin enthalten sei noch das Geschäft mit der Kunststofftechnik aus der Sparte Contitech. Auch sie soll bekanntlich aus dem Konzern gelöst werden. Ein Verkauf ist schon für dieses Jahr geplant. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg, in Kontakt mit über die Angelegenheit vertrauten Personen war, ist eine Bewertung von Contitech im Bereich von 3,5 bis gut vier Milliarden Euro im Gespräch. Aber zurück zu Conti: Insgesamt dürfte die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf Konzernebene dieses Jahr zwischen elf und 12,5 Prozent landen. Dem Konzern sollen bereinigt um Zahlungen für Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen zwischen 0,8 bis 1,2 Milliarden Euro an Finanzmitteln zufließen (bereinigter Free Cashflow). Für das verbleibende Herzstück des Unternehmens – die Reifensparte – peilt Kötz einen Umsatz von 13,2 bis 14,2 Milliarden Euro an (bei einer operativen Marge von 13 bis 14,5 Prozent). 2025 Jahr standen hier Erlöse von 13,8 Milliarden und eine operative Marge von 13,6 Prozent in den Büchern. Große – und damit teure Reifen – sollen das Ganze noch stärker ins Rollen bringen. Deren Anteil am Gesamtverkauf hat nämlich zuletzt schon zugelegt, heißt es dazu.

Conti glaubt an Rückenwind wegen Rohstoffpreisen

Auch die relativ niedrigen Rohstoffpreise sollten bei diesem Vorhaben für Schub sorgen, hieß es noch Anfang März von Continental. Ob aber die im Zuge des Nahost-Konflikts steigenden Rohölpreise dem Management aber doch noch einen Strich durch die Rechnung machen, interessiert vor allem die Anleger. Denn Rohöl ist bekanntlich ein wichtiger Rohstoff für die Gummi- und Kunststoffindustrie. Die Entwicklung der Autoindustrie dürfte jedenfalls schwankungsanfällig bleiben, was auch Conti spüren dürfte. Die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen dürfte nämlich 2026 um bis zu zwei Prozent sinken, wie Analysten glauben. Wichtiger und lukrativer als die Erstausrüstung ist für Conti aber das Reifenersatzgeschäft! Denn dabei rechnet der Konzern aus Hannover mit einer Absatzentwicklung für Pkw-Reifen zwischen minus einem und plus zwei Prozent. Alles in allem sollte die operative Marge in der Reifensparte mit vergleichendem Blick auf 2025 zugelegt haben, während der Erlös gesunken sein dürfte.

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