Sparsam umhüllt Jetzt kommt die passgenau 3D-gedruckte Verpackung ins Spiel

Von Deutsche Bundesstiftung Umwelt 3 min Lesedauer

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Das Start-up Palprint aus Paderborn will eine Alternative zu den üblichen 1-Weg-Verpackungen in der Logistik schaffen – mit exakt passenden, additiv gefertigten Verpackungen aus recyceltem PET.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) berichtet hier über ein besonderes Vorhaben, um 1-Weg-Verpackungen in der Logistik zu reduzieren. Genauer gesagt, will das das Start-up Palprint mit 3D-gedruckten (Symbolbild), materialeffzienteren r-PET-Verpackungen erreichen ...(Bild:  Palprint)
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) berichtet hier über ein besonderes Vorhaben, um 1-Weg-Verpackungen in der Logistik zu reduzieren. Genauer gesagt, will das das Start-up Palprint mit 3D-gedruckten (Symbolbild), materialeffzienteren r-PET-Verpackungen erreichen ...
(Bild: Palprint)

Übergroße 1-Weg-Verpackungen sind nach wie vor Standard in der industriellen Logistik, wie man wohl festgestellt hat. Doch das Start-up Palprint will diesen Umstand ändern. Deshalb erarbeitet es ein System, das einen nachhaltigeren Verpackungskreislauf mithilfe von passgenauen Alternativen aus dem 3D-Drucker bietet. Die Verpackungen werden auch noch aus recyceltem PET (r-PET), also dem für Getränkeflaschen typischen Thermoplasten gedruckt. Denn nach deren Nutzung können sie nahezu vollständig wieder als Rohstoff für neue Verpackungen dienen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Ganze übrigens mit 125.000 Euro. Vorgestellt hat man das schon mit der DBU auf der Fachmesse IFAT.

Passende Verpackungen gegen Materialverschwendung

Transport, Umschlag und Lagerung von Gütern sind eine wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette. Sie bieten zugleich viele Aspekte und damit Ansatzpunkte für den Nachhaltigkeitshebel und auch Optionen für wirtschaftliche Optimierung, sagen die Projektteilnehmer. Deshalb entwickelt das Palprint – übrigens eine Ausgründung aus der „Garage33“, dem Gründungszentrum der Universität Paderborn. Palprint konzentriert sich derzeit auf den Maschinen- und Anlagenbau, um speziell dort die Fertigung individueller und nachhaltigerer Verpackungen per 3D-Druck zu ermöglichen. Die Palprint-Gründer Paul Lindner und Andreas Ribul-Olzer erklären: „Wir stellen Verpackungen passgenau für das jeweilige Bauteil her. Die Materialbasis ist recyceltes PET – ein Kunststoff, der auch bei vielen Ein- und Mehrwegflaschen zum Einsatz kommt.“ Denn oft bestellen die Unternehmen große Mengen standardisierter Verpackungen, die für die speziellen Bauteile im Maschinenbau nicht wirklich gemacht und oft überdimensioniert sind, so die Erfahrung der beiden. Diese Verpackungen müssten dann aufwändig gelagert werden und landen meist nach einmaligem Benutzen im Müll. Durch die 3D-Druck-Alternative will Palprint nun also derartige Materialverschwendung erheblich minimieren.

Verpackungs-3D-Druck klappt noch besser mit r-PET-Schaum

Aber außer der Fertigung passgenauer Verpackungen in Auftragsfertigung bietet Palprint vor allem ein komplettes System! Denn je nach Kundenbedarf liefert das Start-up 3D-Drucker von Partnerunternehmen samt eigener Software und Materialversorgung, die dann als Gesamtsystem zur Verfügung stehen, wie man weiter erfährt. So könne ein Betrieb für das zu verpackende Gut mit 3D-Daten automatisiert Verpackungen generieren und direkt vor Ort passend drucken. Das Ziel sei auch, eine möglichst einfache Bedienung zu bieten. Palprint arbeitet darüber hinaus mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) an einer Variante des 3D-Drucks, bei dem es um die additive Verarbeitung von r-PET-Schaum geht. Denn damit gewinne man im Vergleich zu üblichem PET an Zeit. Denn der Kunststoff expandiert rasch um bis zu 75 Prozent des Ausgangsvolumens und dabei auf die gewünschte Größe für die Verpackung. Und das bei durchaus 90 Prozent geringerem Gewicht. So könne man auch Großvolumiges mit der Haptik von Schaumstoff zügig herstellen.

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