Dr. Fritz Faulhaber Anspruchsvolle Mechanik lautlos bewegen
Liegen mechanische Automatikuhren unbewegt im Schrank, bleiben sie stehen – normalerweise. Ein Uhrenbeweger hingegen hält sie in Gang: präzise gefertigte Mechanik, angetrieben von einem kleinen Getriebemotor mit extremer Untersetzung. Zu hören ist davon nichts.
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Ein Uhrenbeweger ist ein mechanisches Gerät, um Automatikuhren aufzuziehen und betriebsbereit zu halten, auch wenn sie nicht getragen werden. Heute gibt es Lösungen, die ästhetisch so ansprechend sind, dass man sie ohne weiteres auch in einer Galerie oder einem Museum vorstellen könnte. Dort würde die stetige und ineinander verschränkte Bewegung der Uhren wahrscheinlich als dreidimensionale Metapher für das ewige Rätsel der Zeit verstanden werden. Ein kleiner, extrem laufruhiger Getriebemotor spielt bei diesem ästhetisch und technisch anspruchsvollen Uhrenbeweger eine Schlüsselrolle.
Alexander Merklinger, einer der Gründer der Firma M&E aus Mannheim, ist passionierter Querdenker und Erfinder. Seine Leidenschaft für knifflige mechanische Aufgaben lässt ihn auch in der Freizeit nicht los. Kein Wunder, dass er auch ein Liebhaber und Sammler hochwertiger mechanischer Uhren ist. Diese sind meist mit Mechanismen ausgestattet, die das „Aufziehen“ normalerweise durch die Bewegung ihres Trägers bewerkstelligen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn eine Uhr unbewegt im Schrank liegt. Bleibt eine der Uhren aus der Sammlung stehen, wird das Aufziehen und Justieren von Hand recht umständlich. Das gilt besonders, wenn das Uhrwerk über zusätzliche Funktionen – sogenannte Komplikationen – verfügt, die über das Anzeigen von Stunde, Minute und Sekunde hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise Datum, Wochentag, Mondphase oder Ähnliches. Merklinger hatte deshalb den Plan gefasst, sich einen Uhrenbeweger anzuschaffen, der die nicht getragenen Chronometer beständig in Gang hält.
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