Axoom ist online App Store für die Fertigungsindustrie
Apps für die produzierende Industrie finden zunehmend Anklang. Grund genug für ein badisches Unternehmen einen App Store zu entwickeln, der letzten Monat online ging. Über einige Tools kann man sich bereits informieren, weitere sollen folgen.
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Zur Hannover Messe ging die App-Plattform für die Fertigungsindustrie Axoom Store mit ersten Apps ihren Betrieb online. Im Store werden in Kürze fast ein Dutzend Apps verfügbar sein, an weiteren Applikationen wird bereits gearbeitet.
Mit gut 50 Partnern sind die Axoom-Entwickler in konkreten Gesprächen für Apps oder andere Arten von Partnerschaften. Die ersten Apps betreffen folgende Anwendungsbereiche:
- Materialbestellung: Das Kontraktmanagement der Firma Klöckner soll das Bestellen von Rohmaterial erleichtern. Bei Bedarf kann der gesamte Prozess automatisiert werden.
- Gasbedarf kontrollieren: Linde bietet eine App mit der man aktuelle Tankstände online verfolgen kann. Umfangreiche Statistiken, Vergleiche zwischen Verbrauchsperioden und regelmäßige Reports unterstützen die Analyse und Planung des Gasbedarfs.
- Arbeitsabläufe verbessern: 4 Tasks, eine App von Skalero stellt sicher, dass Informationen dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Ein Eskalationsmanagement sorgt dafür, dass keine Aufgabe verloren geht.
- Arbeitsanleitungen: Mit einer App von VKS (Visual Knowledge Share) können Arbeits- und Montageanleitungen inklusive Filmen, Fotos, Tabellen oder Graphiken erstellt und geteilt werden.
- Formatumwandlung: Zwei Apps der Firma Wicam wandeln 2D-CAD-Zeichnungen in andere Formate und NC-Programmen einer Maschine in NC-Programme für eine andere Maschine um.
- Kalkulation: Mit einer weiteren App von Wicam können die Kosten für Bauteile online kalkuliert werden. Die App steht in verschiedenen Ausbaustufen zur Verfügung, bis hin zum eigenen Webshop.
Axoom ist eine unabhängig agierende Tochtergesellschaft des Werkzeugmaschinen- und Laserherstellers Trumpf. „Unsere Plattformlösung zielt darauf ab, eine sichere und durchgängige Vernetzung aller Geschäftsprozesse in fertigenden Unternehmen zu schaffen“, erklärt Geschäftsführer Florian Weigmann. „Wichtig dabei ist uns, dass an die Plattform Maschinen unterschiedlicher Hersteller angebunden werden können. Dadurch lassen sich komplette Produktionshallen abbilden und intelligent vernetzen.“
Mit Referenzkunden die Funktionen testen
Ein Axoom-Referenzkunde der ersten Stunde ist die Firma Feinwerktechnik Hago. Sie war im Rahmen der offenen Beta-Phase intensiver Testkunde der digitalen Geschäftsplattform. Wertvolle Erfahrungen aus dieser Zusammenarbeit sind in die Entwicklung der Angebote eingeflossen. So war das Unternehmen beispielsweise entscheidend in die Anbindung und Liveübertragung der ersten Maschinendaten, die Verbesserung der Visualisierung auf dem Shopfloor und die Validierung der Maschinenzustände involviert. Direkt mit dem offiziellen Start der Plattform setzt Hago nun das Maschinen Performance Dashboard von Axoom ein, um eine Rund-um-die-Uhr-Transparenz in der Fertigung zu erreichen.
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