Netzwerke Applikationsvirtualisierung bringt Programme schnell zum Benutzer

Autor / Redakteur: Thorsten Stockmann / Peter Steinmüller

Durch die Virtualisierung von Anwenderprogrammen lassen sich diese schneller und einfacher zum Benutzer bringen. Dies sorgt auch für eine flottere Bereitstellung der Desktop-Arbeitsplätze. Gleichzeitig werden Inkompatibilitäten von Applikationen ausgeschaltet.

Anbieter zum Thema

Fachleute definieren Virtualisierung im generellen Sinn als Nachbildung von real nicht existierenden Dingen. Zwar werden entsprechende Verfahren schon seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt. Neu ist aber die Dynamik und Effizienz dieser Emulationen. Popularität erreichten diese Techniken durch die Servervirtualisierung. Bei dieser Form der Virtualisierung werden physische Serversysteme virtuell nachgebildet. Auf der Grundlage eines einzigen Gerätes lassen sich mehrere virtuelle Instanzen erzeugen, um die zentralen Serverdienste zu optimieren. Die Virtualisierung der Applikationen hingegen verbessert die Bereitstellung von Anwendungen für die Benutzer.

Applikationen setzen stets ein bestimmtes Betriebssystem und eine passende Systemumgebung voraus. Bei der Virtualisierung wird den Anwendungen genau jene Laufzeitumgebung „vorgegaukelt“. Hier zeigt sich die Analogie der Namensgebung mit der Servervirtualisierung: Bei dieser wird ein Server emuliert, bei der Applikationsvirtualisierung wird eine Anwendungsumgebung virtuell nachgebildet.

Das Installieren von Software auf jedem einzelnen PC entfällt

Der Nutzen liegt in einer schnellen und einfachen Bereitstellung von Anwendungen für die Benutzer. Diese Anwendungen werden auf einem zentralen Serversystem vorbereitet und für den Benutzerabruf bereitgehalten. Bei der traditionellen Softwareverteilung müssen die Programme auf jedem Gerät einzeln installiert werden. Zwar werden Tools wie der Configuration Manager von Microsoft angeboten, die das Installieren der Programme auf den Benutzergeräten erleichtern, die Dynamik und Einfachheit von virtualisierten Applikationen ist aber auch damit nicht erzielbar.

Bei der Virtualisierung entfällt der Rollout von neu eingeführten Anwendungen. Der Benutzer erhält stattdessen einen Verweis auf die Applikation auf seinen Desktop oder in sein Startmenü eingeblendet. Mit einem Mausklick wird die Applikation vom zentralen Server oder von anderen Speichermedien geladen. Hierbei spricht man auch vom Streaming der Anwendungen.

(ID:298041)