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Applikationsvirtualisierung bringt Programme schnell zum Benutzer

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Kein erneuter Start der Anwendung notwendig

Beim Streaming müssen die Applikationen vom zentralen Server auf das Benutzergerät gelangen. Dies kann entweder beim ersten Aufruf der Applikation erfolgen oder die virtualisierten Programme werden bereits im Voraus verteilt. Letzteres wird bei mobilen Geräten ohne permanente Netzanbindung getan. Eine einmal gestartete Anwendung kann aber auch auf dem PC des Benutzers zwischengepuffert werden. Dies verhindert, dass die Anwendung bei jedem Start neu vom zentralen Server abgerufen werden muss.

Alle nachfolgenden Starts dieser Anwendung bedienen sich dann aus dem Puffer. Hierbei gibt es allerdings Ausnahmen: Sind etwa neue Versionen der Anwendung installiert worden, so müssen diese vom zentralen Server geladen werden. Dazu prüft das Gerät des Nutzers beim Start, ob sich bei der Applikation Änderungen ergeben haben. Wenn ja, lädt es diese vom Server herunter.

Rechnerressourcen der Benutzergeräte werden vollständig genutzt

Die Ausführung der virtualisierten Applikationen erfolgt auf den Benutzergeräten. Somit werden die Rechnerressourcen der Benutzergeräte auch vollständig genutzt. Dies ist der Unterschied zu jener Form der Virtualisierung, bei der die Programme auf einem zentralen Server ausgeführt werden. Dessen Bildschirmausgaben sowie die Maus– und Tastatureingaben des Benutzers werden laufend über das Netzwerk übermittelt. Das erfordert eine permanente Netzwerkanbindung an die zentralen Serversysteme.

Dies ist bei der Applikationsvirtualisierung unnötig, sie benötigt die Verbindung nur einmal zum Laden der Anwendung. Zur Ausführung der Anwendungen wird auf dem Benutzergerät eine abgeschottete Umgebung eingerichtet. Hierbei handelt es sich gewissermaßen um eine temporäre Kopie der Windows-Umgebung. Dazu gehören die notwendigen Systemumgebungen, die Registry, das Dateisystem von Windows und auch die Benutzerumgebung.

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