Fakuma 2008

Arburg präsentiert auf der Fakuma 2008 energieeffizientes Spritzgießen und Robot-Systeme

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Als weitere schnelllaufende, energieeffiziente Hochleistungs-Spritzgießmaschine wird der Allrounder 630 S mit einem 48-fach-Verschlusskappenwerkzeug vorgestellt. Um bei dieser Anwendung einen hohen Materialdurchsatz trotz extrem kurzer Zykluszeit zu ermöglichen, ist die hydraulische Vollspeichermaschine mit einem Hochleistungsplastifizierzylinder und einen energiesparenden elektromechanischen Dosierantrieb ausgestattet.

Auch bei der hydraulischen Spritzgießmaschine Allrounder 920 S mit 5000 kN Schließkraft und der größten Spritzeinheit (4600) von Arburg wird elektrisch „dosiert“. Dieses Exponat ist ferner mit dem Robot-System Multilift V ausgestattet und in eine Fertigungszelle integriert. Produziert wird eine vom Kunststoffverarbeiter Ifco Systems patentierte Klappbox, deren fünf Einzelteile in einem Zyklus entstehen, vom Robot-System entnommen und anschließend automatisch montiert werden.

Spritzgießen von Mikrozahnrädern auf der kleinsten Maschine

Auf der diesjährigen Fakuma präsentiert Arburg nicht nur die größte Spritzgießmaschine der Baureihe Allrounder S, sondern auch die kleinste: die Maschine Allrounder 170 S mit 150 kN Schließkraft und Spritzeinheit 30. Dieses Exponat verfügt über eine 12-mm-Schnecke. Verarbeitet wird ein Mikrogranulat. Nach dem Spritzgießen werden die fertigen Mikrozahnräder von einem horizontal eingreifenden Robot-System Multilift H entnommen.

Exjection-Verfahren auf der Vertikal-Spritzgießmaschine Allrounder 375 V

Als weitere Kleinmaschine wird die vertikal arbeitende Spritzgießmaschine Allrounder 175 V mit 125 kN Schließkraft vorgestellt. Sie ist mit einem servoelektrischen Drehtisch ausgestattet. Durch die zwei Werkzeughälften des Drehtischs kann das Einlegen und Entnehmen von Teilen während des Spritzgießprozesses erfolgen. Damit lässt sich diese Maschine laut Arburg auch problemlos in automatisierte Produktionslinien integrieren.

Dass die Vertikal-Spritzgießmaschinen der Baureihe Allrounder V mit ihrem Freiraumsystem nicht nur für das Umspritzen von Einlegeteilen prädestiniert sind, belegt die Maschine Allrounder 375 V mit 500 kN Schließkraft. Auf dieser im Frühjahr 2008 auf dem Markt eingeführte Vertikal-Spritzgießmaschine läuft am Messestand das Exjection-Verfahren von IB Steiner und der Hybrid Composite Products GmbH. Dieses Verfahren ermöglicht, lange, dünnwandige und Strukturteile mit integrierten Endkappen und funktionellen Geometrien auch aus zähfließenden Thermoplasten herzustellen.

Dabei erfolgt durch das horizontal eingebaute Werkzeug auch die servogeregelte, horizontale Transferbewegung während des Einspritzvorgangs. Somit versperrt bei der Vertikalmaschine keine bauliche Limitierung die Werkzeuglänge, den Hubes und somit die Formteillänge.

Komplexe Spritzgieß-Fertigungszelle mit Sechs-Achs-Roboter

Ebenfalls erstmals auf einer Messe zu sehen ist die Spritzgießmaschine Allrounder 570 S mit 2200 kN Schließkraft: die neue Baugröße der zur K 2007 eingeführten hydraulischen Spritzgießmaschinenreihe Allrounder S. Bei der Herstellung einer Isolierschiene für ein Bügeleisen wird an diesem Exponat demonstriert, wie sich BMC-Feuchtpolyester optimal verarbeiten lässt. Dazu ist die Spritzgießmaschine mit einer lagegeregelten Schnecke, einem neu entwickelten Schneckenstopfer für die optimale Materialzuführung sowie einer integrierten Werkzeugheizung ausgestattet.

Die von einem Servomotor angetriebene Zuführschnecke der Schnecken-Injester-Einrichtung ermögliche, aufgrund der speziell für diese Anwendung entwickelten Zuführdruckregelung eine schonende und sehr konstante Materialaufbereitung auch für große Schussgewichte, heißt es. Die fertigen Spritzteile werden von einem Sechs-Achs-Roboter des Herstellers Kuka automatisch entnommen und weiterverarbeitet.

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