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Trotz der Präsentation des neuen Geschäftsfeldes kamen bei Arburg neueste Spritzgießtechnologien nicht zu kurz. Weltpremiere im modularen Arburg-Maschinenprogramm feierte der elektrische Allrounder 820 A mit neu entwickelter 4000-kN-Kniehebel-Schließeinheit und einer neu entwickelten, vergrößerten elektrischen Spritzeinheit 2100. Er komplettiere die High-End-Baureihe Alldrive und schließe die Lücke im Schließkraftbereich zwischen 3200 und 5000 kN. Die Leistungsfähigkeit und Prozesspräzision wurde mit einer schnelllaufenden Anwendung unter Beweis gestellt, die in 4,5 s Zykluszeit je 48 Teelöffel produzierte.
Elektrische Allrounder-Spritzgießmaschine verdoppelt Produktivität
Leistungsfähig und produktionseffizient präsentierte sich laut Arburg auch ein elektrischer Allrounder 470 A mit der schnellsten Anwendung auf der K 2013: Mit einem 64-fach-Werkzeug der Firma Männer produzierte die Hochleistungsmaschine in einer Zykluszeit von 1,8 s in höchster Zykluskonstanz je 64 Flat-Dripper für die Tröpfchenbewässerung.
Wie sich mit elektrischer Würfeltechnologie die Produktivität in der Verpackungsindustrie verdoppeln lässt, wurde mit dem Partner Foboha auf einem elektrischen Zweikomponenten-Allrounder 720 A gezeigt, der Saftverschlüsse fertigte. Neben den Maschinenachsen waren auch das Drehen des Würfels und die Linearverschiebung des 12+12-fach-Werkzeugs elektrisch angetrieben und selbstverständlich durch die Selogica-Steuerung gemanagt.
Auch der Leichtbau steht im Arburg-Fokus
Auf besonders großes Interesse stieß eine über die ganze Messezeit absolut störungsfrei laufende komplexe Anwendung, die das Langfaser-Direktspritzgießen in Kombination mit dem Umspritzen von zwei unterschiedlich starken endlosfaserverstärkten Thermoplasteinlegern (Organobleche) zeigte. Ein Sechsachs-Roboter griff die Organobleche und wärmte sie im Zweiseiten-Heizverfahren materialschonend auf, bevor er sie bei exakter Umformtemperatur in das Werkzeug einlegte. Ein servohydraulisch arbeitender Allrounder 820 S umspritzte die Organobleche mit langfaserverstärktem PP und produzierte in 40 s Zykluszeit jeweils ein über 500 mm langes und 200 g schweres, hochfestes Compositebauteil mit zusätzlichen Funktions- und Versteifungselementen. Partner im Rahmen dieses Gemeinschaftsprojekts LIPA (Lightweight Integrated Process Application) waren die Firmen Georg Kaufmann Formenbau AG und fpt Robotik.
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