Arburg auf der K 2013

Arburgs Freeformer läutet neue Ära ein

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Als zweite Neuheit im Bereich Leichtbau zeigte Arburg das mit den Partnern Krallmann und Ruch Novaplast entwickelte Partikelschaum-VerbundSpritzgießen erstmals in einer Zweikomponenten-Anwendung. In einem Schritt entstand dabei ein fertiges Modellbaurad aus geschäumten EPP-Reifen, spritzgegossener PP-Felge und TPE-Ummantelung. Für die Handhabung kam der neue mobile Agilus-Sechsachs-Roboter von Kuka/fpt Robotik zum Einsatz, der an einer quer zur Maschine angeordneten weiteren Linearachse verfährt. Die flexible siebenachsige Lösung ermöglichte dynamischere Bewegungen und um 43 % schnellere Eingriffe ins Werkzeug. Daraus resultierten kürzere Zykluszeiten und eine höhere Produktivität.

Automatisierte Fertigung mit Reinraumtauglichkeit

Für die Medizintechnik fertigte ein elektrischer Allrounder 520 A in Edelstahlausführung je 64 Pipettenspitzen unter Reinraumbedingungen in einer Zykluszeit von nur 5 s. Als Automationskomponente kam das neue Vario-TIP-System der Firma Waldorf Technik zum Einsatz, das speziell zur Handhabung von Pipettenspitzen konzipiert wurde.

Die automatisierte Fertigung einer Hart-Weich-Verbindung präsentierte Arburg am Beispiel eines Vakuum-Saugers mit Einlegegewindebuchse. Das komplette Bauteil entstand in einem Fertigungsprozess auf einem hydraulischen Zwei-Komponenten-Allrounder 570 S mit 4+4-fach-Werkzeug der Firma Rico.

Industrie 4.0 für intelligente Produkte vom Kunststoffverarbeiter

Wie sich die steigenden Anforderungen hinsichtlich Dokumentation, Individualität und Flexibilität mit dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 verbinden lässt, zeigte eine vollautomatische Fertigungszelle, die im One-piece-flow „intelligente“ Namensschilder spritzte und inline bedruckte. Maschinen und Produkte waren miteinander vernetzt und die Produktionsdaten über einen individuellen QR-Code direkt an das Spritzteil gekoppelt. Dadurch ließ sich jedes Namensschild eindeutig identifizieren und online rückverfolgen. Zentrale Bedeutung kam dabei dem Arburg-Leitrechnersystem (ALS) zu, das die benötigten Parameter erfasste und an einen Webserver weiterleitete. Dadurch waren die Poduktionsparameter und Verwendung des Teils lückenlos abrufbar.

Erfolgreichste Messe lässt keine Wünsche für 2014 offen

Auf dem 1650 m² großen doppelstöckigen Messestand wurde übergreifend das Thema Produktionseffizienz in den Mittelpunkt gestellt. Denn letztendlich komme es in der Kunststoffteilefertigung auf maximale Qualität und minimale Stückkosten an. Wie moderne Spritzgießmaschinen Energie und Rohstoffe sparen, zeigte Arburg während der K 2013 außerdem im Rahmen der VDMA-Initiative „Blue Competence“: Auf dem Düsseldorfer Heinrich-Heine-Platz wurde live die Sonderedition „Blaues Pferd“ von Playmobil produziert.

Das Arburg-Team aus 51 Nationen hatte alle Hände voll zu tun, Kunden und Interessenten aus aller Welt die Neuheiten vorzustellen und individuell zu beraten, wie es heißt. Mit elf Exponaten auf dem eigenen Messestand und weiteren elf Maschinen auf Partnerständen sei Arburg auf der K 2013 prominent vertreten gewesen. Jetzt könne das weltweite Team mit voller Kraft in ein erfolgreiches Jahr 2014 durchstarten. Durch die Art und Weise, wie sich Arburg diesmal präsentiert habe, konnte das Unternhemen außer Kunden aus aller Welt auch einen großen Anteil potenzieller Neukunden ansprechen. Sowohl bezüglich Quantität als auch Qualität der Gespräche zeigte sich Helmut Heinson, der Arburg-Geschäftsführer Vertrieb, im Rückblick äußerst zufrieden: „Unsere hohen Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Wir spüren die positive Investitionsstimmung in der Kunststoffbranche unter anderem daran, dass wir in Düsseldorf mit ungewöhnlichen vielen konkreten Projektanfragen, Aufträgen und Abschlüssen konfrontiert wurden. Und das praktisch aus allen Branchen und allen Regionen der Welt.“

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