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Ein Beispiel, in dem eine Produktinnovation direkt durch den Kunden-Bedarf angestoßen wurde, stellte Marcel Keidel, Niederlassungsleiter der Gramm Technik, vor, wie das Unternehmen berichtet. Dabei sei es um die Oberflächeneigenschaften einer Leichtmetallfelge für Lkw gegangen. Diese seien neben den üblichen Witterungseinflüssen auch hohen physischen Belastungen ausgesetzt. Gramm sei vom Felgenhersteller beauftragt worden, eine Beschichtung zu entwickeln, die hochkratzfest ist, starken mechanischen Einflüssen widersteht und zugleich die optischen Anforderungen an eine Aluminiumfelge erfüllt.
Bund fördert Umsetzung von Kundenideen im Mittelstand
Diese vom Kunden geäußerte Problematik habe bei Gramm zu einer aufwendigen Produktentwicklung mit vielen Testreihen geführt. Letztlich entschied man sich für die Oberflächenveredelung mit einem Lack auf Nanobasis, der extrem geringe Schichtdicken ermöglicht und alle Kundenanforderungen erfüllt, wie es heißt.
Um die komplexe und aufwendige Entwicklung finanziell als mittelständisches Unternehmen stemmen zu können, wurden laut Mitteilung für das Projekt Mittel aus dem „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) der Bundesregierung bewilligt. So konnten 50 % der Kosten gefördert werden. Das Projekt befinde sich mittlerweile kurz vor dem Abschluss.
Keidel zeigte sich laut Mitteilung überzeugt, dass auch viele weitere Ideen bei seinen Kunden schlummern: „Der Nutzen von Kundenanforderungen zur Ableitung neuer Produktideen ist enorm. Gerade im Bereich der Oberflächentechnik können individuell entwickelte Projekte dazu beitragen, die ganze Branche weiterzubringen. Und mit Hilfe von Förderprogrammen kann auch ein Mittelständler diese Projekte häufig risikolos umsetzen.“
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