Unternehmensführung

Aus Nachhaltigkeit können Unternehmen viel Profit schlagen

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Nachhaltigkeit sichert Zugang zu Ressourcen und Wohlwollen der Kunden

Nachhaltiges Wirtschaften werde aber durch die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten immer dringlicher. Steigende Nachfrage lasse die Rohstoffpreise weiter klettern. Zudem sei künftig mit starken Preisschwankungen zu rechnen. „Sicherer Zugang zu Ressourcen in Verbindung mit steigender Ressourceneffizienz wird für Unternehmen zum entscheidenden Erfolgsfaktor“, sagt Dr. Michael Lierow, Partner bei der Beratungsgesellschaft.

Auch Kunden und andere Stakeholder legten mehr Wert auf Nachhaltigkeit. Endkunden fragten nach ökologischen Produkten und seien zunehmend bereit, dafür auch mehr zu bezahlen. Neue Produktsegmente entstünden, und an kostengünstiger und umweltschonender Technik führe kein Weg vorbei. Diese veränderten Produktionsprozesse und ganze Unternehmens- und Industriestrukturen. Last but not least spiele Nachhaltigkeit auch im Kampf um den Fach- und Führungskräftenachwuchs eine Rolle.

Ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategien mit Programmen zu energetischer Optimierung, Reduzierung des Materialverbrauchs, Abfallvermeidung, Recycling, Wertstoffnutzung, neuen Produktentwicklungen und mehr müssen nach Ansicht der Unternehmensberater künftig oben auf der To-Do-Liste stehen. Dabei werde Transparenz zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Erfassen und Messen sei nötig, um diejenigen Bereiche zu identifizieren, die den größten Handlungsbedarf aufweisen, und Maßnahmen ergreifen zu können. „Ohne einen ganzheitlichen Ansatz auf oberster Managementebene, der die nötige Kontinuität sicherstellt, verpufft der Effekt von einzelnen Maßnahmen meist sehr schnell“, warnt Lierow.

Kostensenkungen dank Nachhaltigkeit im Milliardenbereich

Richtig umgesetzt eröffneten ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategien große Chancen. Unternehmen in OECD-Mitgliedsstaaten können nach Berechnungen der Unternehmensberatung damit allein in den Branchen Handel, Industrie, Energie, Wertstoffmanagement sowie Transport und Logistik ihre Geschäftsergebnisse insgesamt um rund 588 Mrd. Euro pro Jahr verbessern, signifikant Ressourcen einparen und zudem ihre CO2-Emissionen jährlich um 2,5 Mrd. t reduzieren. Dies seien immerhin schon mehr als 5 % der 40 Mrd. t, die jährlich verringert werden müssen, um das „Zwei-Grad-Ziel“ der EU zu erreichen. Im Maschinen- und Anlagenbau machten es nachhaltigere Produktionstechniken möglich, jährlich 44 Mrd. Euro auf der Kostenseite und 257 Mio t an CO2 einzusparen.

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