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Thermoelektrische Werkstoffe Aus Wärme wird Strom

| Redakteur: Gary Huck

In vielen industriellen Anwendungen entsteht Abwärme, die oft ungenutzt bleibt. Ein Unternehmen aus Hanau hat Materialien entwickelt, mit denen diese Energie einfacher genutzt werden kann.

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Da Vacotherm kein Hafnium enthält, kann es in großen Mengen produziert werden.
Da Vacotherm kein Hafnium enthält, kann es in großen Mengen produziert werden.
(Bild: Vacuumschmelze)

Der Werkstoffspezialist Vacuumschmelze (VAC) hat Materialien zur Umwandlung von Abwärme in Strom entwickelt. Die thermoelektrischen Werkstoffe Vacotherm n und p können beispielsweise zur Rückgewinnung von Abgasenergie in Fahrzeugen oder zur Verbesserung des Wirkungsgrads in Blockheizkraftwerken verwendet werden. Der Wirkmechanismus basiert auf dem Seebeck-Effekt. Dabei wird über die Temperaturdifferenz zwischen zwei Stoffen elektrische Spannungen erzeugt, chemische und mechanische Prozesse sind nicht nötig.

Laut Hersteller liegt die Gütezahl ZT für beide Materialien bei 0,9 bei 500 °C. Die Vacotherm-Stoffe wären für Temperaturbereiche ausgelegt, bei denen Materialien aus Wismuttellurid nicht mehr eingesetzt werden können. Die Werkstoffe sind außerdem hafniumfrei.

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