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Consumer-Messe CES in Las Vegas

Ausblick auf die künstliche Intelligenz von morgen

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Demo-Fahrzeuge mit Advanced Driver Assistance Systems

Renesas Electronics präsentierte die nächste Generation seiner Demo-Fahrzeuge mit Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), automatisiertes Fahren und vernetzte Cockpits. Von Sensorfusion über ADAS bis zu vernetzten Cockpits – die drei Renesas-Fahrzeugplattformen zeigen integrierte Systeme auf der Basis serienreifer Techniken. Mit ihnen können OEM und Tier1 die komplexen Entwicklungsherausforderungen autonomer Fahrzeuge beim Übergang von der Test- und Simulationsphase zur Produktentwicklung meistern, ist der Hersteller überzeugt. Die Fahrzeuge seien Teil der offenen und zuverlässigen Renesas- Autonomy-Plattform für ADAS und automatisiertes Fahren. Diese Plattform ermögliche vollständig integrierte End-to-end-Lösungen für die sichere Cloud-Anbindung, Sensorik und kognitive Verarbeitung bis hin zur Fahrzeugsteuerung.

Renesas hat seine aktuellen, autonomen Fahrzeuge Lincoln MKZ und ADAS Cadillac um Upgrades in den Bereichen Embedded-Vision, Lidar, GPS und Security erweitert. Darüber hinaus präsentierte Renesas die Plattform Renesas Connected Cockpit Vehicle, die auf einem Dodge-Ram-1500-Truck entwickelt wurde. Dieses Fahrzeug soll auch die Konvergenz von Embedded- und Cloud-gestützten Techniken zeigen, die ein integrierteres und personalisiertes Fahrerlebnis ermöglichen sollen.

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„Kürzere Markteinführungszeiten, Flexibilität im Hinblick auf zukunftssichere, geringere Stücklistenkosten und fertigungsorientiertes Design zählen zu den aktuellen Herausforderungen für OEM und Tier1 bei der Entwicklung von serienreifen Fahrzeugen für das autonome Fahren und vernetzte Cockpits“, erläutert Amrit Vivekanand, Vice President Automotive Systems Business Division der Renesas Electronics. „Die erweiterten Cadillac- und Lincoln-Fahrzeuge sowie der neue Dodge Ram mit vernetztem Cockpit unterstützen OEM und Systemlieferanten dabei, diese Herausforderungen zu meistern und dabei ihre Entwicklung im Bereich autonomes Fahren und vernetzte Cockpits beschleunigen zu können. Wir sind sehr beeindruckt von der positiven Reaktion auf unsere aktuellen integrierten Plattformen und freuen uns über die Zusammenarbeit mit unseren Technologiepartnern in diesem Bereich.“

Als Entwicklungsplattformen für Systemhersteller in der Automobilbranche konzipiert, sollen die Fahrzeuge von Renesas die Erstellung von sicheren, integrierten Lösungen ermöglichen, die über die reinen Halbleiter hinausgehen. Sie beruhen auf Renesas-Lösungen für den Automotive-Einsatz, wie:

  • R-Car SoCs (System-on-Chip) der dritten Generation, wie etwa R-Car H3 (Connected Cockpit in Lincoln- und Cadillac-Fahrzeugen) und R-Car V3M (in Lincoln- und Cadillac-Fahrzeugen),
  • die gängige Mikrocontroller-Familie (MCU) RH850 für die Fahrzeugsteuerung,
  • die Renesas IMP-X5 Computervision-Processing-Architektur.

Renesas Connected Cockpit Vehicle (Dodge Ram 1500)

Integrierte Cockpit-Lösungen für den Praxiseinsatz: Im Jahr 2018 bringt Renesas mit seinem Connected Cockpit Vehicle verschiedene Lösungen für das integrierte Armaturenbrett in den realen Praxiseinsatz.

Die auf einem Dodge Ram 1500 Truck entwickelte, zukunftsorientierte Plattform vereint serienreife Hard- und Software in Automotive-Qualität.

Das Connected Cockpit besteht aus einem digitalen 12,5-Zoll-3D-Cluster sowie einem 17-Zoll-Full-HD-Mittelkonsolen-Display, die beide von einem einzigen R-Car-H3-SoC angesteuert werden. Auf ihm laufen sowohl ein serienreifes sicheres Betriebssystem und ein Android-Betriebssystem (OS) in einer virtualisierten Umgebung, um Navigation, Software-Defined-Radio, Multimedia-Streaming, Cloud-Connectivity und eine kundenspezifische Multi-OS-HMI zu unterstützen. Das System unterstütze zudem kritische Anwendungen nach ISO 26262 wie biometrische Gesichtserkennung und E-Mirror als digitalen Ersatz für Rück- und Seitenspiegel. Weiterhin sollen virtualisierte Display-Sharing-Techniken eine nahtlose Integration der beiden Betriebssysteme und Applikationen auf jedem Display ermöglichen.

Renesas Autonomous Vehicle (Lincoln MKZ)

Für das Jahr 2018 wurde die Fahrzeugplattform erheblich verbessert und bietet nun dank weiterentwickelter Vision-basierter Techniken, Netzwerkfunktionen mit abgesicherter Kommunikation und Deep-Learning-Funktionen eine bessere Orientierung und mehr Sicherheit in der Fahrzeugumgebung.

Der Lincoln MKZ nutzt ein System, bestehend aus neun Kameras und bietet Funktionen wie die Erkennung von Fahrzeugen, Fahrbahnmarkierungen, Stoppzeichen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrsampeln, Fußgängern und Parkplätzen. All dies läuft auf einem R-Car-SoC, das für Computervision und maschinelles Lernen gemäß dem Automotive-Standard für funktionale Sicherheit (ISO 26262) und Zuverlässigkeit entwickelt wurde.

Zu den Architektur-Upgrades im Vergleich zum Status auf der CES 2017 zählen weiterentwickelte, kosteneffiziente GPS- und Lidar-Sensoren, ISO 26262-konforme DNN, kosten- und energieeffiziente Prozessoren (R-Car V3M) und nunmehr neun Objekterkennungskameras, heißt es weiter. Die Stabilität der Positionserkennung sei durch die Verschmelzung von GPS, Lidar und einem serienreifen, hochauflösenden Mapping verbessert worden.

Die Erweiterungen der Architektur umfassen kostengünstigere Sensoren, Deep-Learning mit Asil-Prozessoren sowie eine hohe Fehlerabdeckung für Sensoren und zentrale Komponenten im Systemdesign. Das aktualisierte Fahrzeug verfüge über ausgefeilte, Automotive-Standard-konforme Verfahren für den Kartenabgleich, die demnächst in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen und teure, unpraktische GPS-Positionserkennungstechnik ersetzen sollen.

Renesas Connected Vehicle (Cadillac SRX)

Für das Jahr 2018 wurde die Fahrzeugplattform weiterentwickelt und bietet nun verbesserte Orientierung und erhöhte Sicherheit in der Fahrzeugumgebung dank weiterentwickelter Vision-gestützter Systeme, drahtloser Übertragungsfunktionen und Algorithmen für Fahrzeug-zu-Fahrzeug- und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Anwendungen.

Das erweiterte Cadillac-SRX-Fahrzeugmodell demonstriere die Konvergenz von Sensorfusion-, Security- und anderen ADAS-Funktionen anhand des R-Car H3 SoC. Es zeige zudem die 3D-Surround-View-Erkennung von Fußgängern und Fahrzeugen auf der Basis einer On-Chip IMP-X5 parallel programmierbaren Engine, erweiterten Ethernet-Surround-View-Kameras und eines Tote-Winkel-Warnsignals für das Rückfahrsystem.

Abgesicherte Kommunikation mit optimierten Timing-Protokollen, drahtlose Update-Funktionen und Cloud-gestützte Routenberechnung nutzen alle verfügbaren leitungsgebundenen und drahtlosen Protokolle einschließlich 5G und DSRC-Entwicklungen.

Die Fahrzeuge spiegeln die Erweiterungen und den Reifegrad der Hard- und Softwarelösungen von Renesas und seinen Ecosystem-Partnern für das autonome Fahren und vernetzte Cockpits wider. MM

* Weitere Informationen: Intel Deutschland GmbH, 85579 Nürnberg, ; Texas Instruments Deutschland GmbH, 85356 Freising; Harting Deutschland GmbH & Co. KG, 32427 Minden; Renesas Electronics Europe GmbH, 857609 Aschheim

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt