Ressourcenschonung

Automation schafft Nachhaltigkeit

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Mit zum Teil recht einfachen Mitteln lassen sich Industrieanlagen wesentlich effektiver betreiben und damit erhebliche Kosten einsparen. Den Weg dorthin beschreibt Schneider so: „Nach der Problem- und Risikoanalyse wird eine Überwachungsmatrix erstellt: Welche Sensoren sind in der Anlage schon vorhanden und welche werden noch gebraucht? Es wird ein Konzept erstellt und letztendlich geht es dann in die Umsetzung.“ Diese Schritte seien unbedingt erforderlich. Denn es genüge beispielsweise nicht, den Druckluftverbrauch isoliert messen zu wollen und einfach ein entsprechendes Gerät einzubauen. Damit werde zwar eine gewisse Transparenz geschaffen, aber man bekomme kein Gesamtbild der Einsparungsmöglichkeiten in der Anlage.

40 % der Betriebskosten von Werkzeugmaschinen entfallen auf Energie und Medien

Energieeinsparung und Nachhaltigkeit sind auch Themen der Forschung im Maschinen- und Anlagenbau. Als Beispiel nannte Claudia Rainfurth, Leiterin der beim VDMA in Frankfurt angesiedelten Initiative „Effizienzfabrik“, ein Projekt zur Erforschung des effizienten Energieeinsatzes für Werkzeugmaschinen namens Ewotek. „Kühlkonzepte, Hydraulikkonzepte, bedarfsgerechte Schmierung von Spindellagern – das sind alles Themen, die da bearbeitet wurden“, stellt sie fest. Als Ansatzpunkt diente die durch exemplarische Studien belegte Tatsache, dass 40 % der Betriebskosten bei Werkzeugmaschinen für Energie und Medien anfallen.

Weil ein weiterer Anstieg der Energiepreise zu erwarten sei, habe sich das Projekt Ewotek zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch von Werkzeugmaschinen durch eine intelligente Lastermittlung und geeignete Stand-by-Strategien zu senken. „Es zählt zu den Projekten, bei denen daran gearbeitet wurde, die Energieeffizienz der Werkzeugmaschinen im Anwendungsbereich zu erhöhen“, bekräftigt Rainfurth.

Grundlegende Messungen zum Momentanenergieverbauch

Um die Transparenz des Energieverbrauchs zu steigern und die Einsparpotenziale genauer zu quantifizieren, waren zunächst grundlegende Messungen zum dynamischen Momentanenergieverbrauch von Werkzeugmaschinen und ihrer wesentlichen Komponenten erforderlich. Auf dieser Grundlage wurden eine lernbasierte und prädikative Lastabschätzung, ein Konzept für abgestufte Stand-by-Betriebsarten und die Optimierung ausgewählter Komponenten entwickelt.

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