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Handling Automatisches Bestücken senkt Maschinennebenzeiten

| Autor / Redakteur: Ralf Högel / Rüdiger Kroh

Für das automatische Be- und Entladen einer Gegenspindel-Drehmaschine war eine wirtschaftliche, flexible und prozesssichere Lösung gefragt. Ein modulares Zuführsystem samt Roboter reduziert die Maschinennebenzeiten signifikant.

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Für das Be- und Entladen muss sich der Roboter weit in den Arbeitsraum des Bearbeitungszentrums strecken.
Für das Be- und Entladen muss sich der Roboter weit in den Arbeitsraum des Bearbeitungszentrums strecken.
(Bild: Högel)

Die Kernkompetenz der Framo Morat GmbH & Co. KG ist die Zahnradtechnik. Das Unternehmen mit seinen rund 400 Mitarbeitern zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Antriebslösungen. In seinen drei Geschäftsbereichen Zahnradtechnik, Schneckenradsätze und Antriebstechnik setzt das 1912 gegründete Schwarzwälder Traditionsunternehmen auf hohe Fertigungstiefe. Das Geschäft brummt und in den meisten Bereichen laufen die Bearbeitungszentren rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, sind alle Werkzeugmaschinen auf Höchstleistung getrimmt. Im Falle einer Gegenspindel-Drehmaschine sah man noch Produktivitätspotenzial. „Für diese Maschine suchten wir eine automatische Beschickung”, erklärt Murat Okan, Leiter Zentrale Arbeitsvorbereitung bei Framo Morat. „Gefragt war eine robuste Standardlösung, die flexibel und einfach zu bedienen sein sollte, sicher funktioniert und dabei möglichst wenig Platz beansprucht.“

Standardkonfiguration mit kleinen Modifikationen

Die Herausforderung bei dem Projekt bestand darin, mit einer wirtschaftlichen Lösung alle die Kundenwünsche zu erfüllen, die sich normalerweise nur mit weitaus teureren Sonderanlagen in die Praxis umsetzen lassen. Bei EGS Automatisierungstechnik in Donaueschingen hat man viel Erfahrung mit solchen Aufgabenstellungen. Insbesondere die Automation von Werkzeugmaschinen sieht man dort als Kernkompetenz und blickt auf eine Vielzahl erfolgreich realisierter Projekte zurück.

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EGS hatte auch für Framo Morat bereits Automationsprojekte durchgeführt und konnte auch für diese Aufgabe eine Lösung bieten. Heiko Röhrig, EGS-Vertriebsleiter, erinnert sich: „Nach intensiver Beschäftigung mit dem Pflichtenheft war schnell klar, dass unsere Standardzuführung Flexiplex aus dem Sumo-Programm in Kombination mit einem Motoman-Roboter MH6 des japanischen Herstellers Yaskawa die Ideallösung sein könnte. Und tatsächlich konnten wir mit dieser Standardkonfiguration und kleinen Modifikationen alle Kundenanforderungen erfüllen.“

Zuführsystem lässt sich schnell umrüsten

Das werkstückträgerlose Zuführsystem sorgt für eine hohe Flexibilität und lässt sich mit wenigen Handgriffen auf andere Werkstücke des Teilespektrums umrüsten. Dabei kommt die EGS-Lösung in der realisierten Version mit scheibenförmigen Werkstücken im Durchmesserbereich von 42 bis 125 mm bei einer Länge von 8 bis 70 mm problemlos zurecht.

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