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Pneumatische Systeme sind qualifizierte Ingenieurarbeit. „In der Praxis trifft man leider in 80 % der Betriebe anstelle ausgewiesenen Fachwissens auf fehlenden technischen Sachverstand sowie mangelnde Aus- und Fortbildung“, konstatiert Feldmann und nennt als weiteres Kernproblem die fehlende Kostentransparenz: „Wenn die tatsächlichen Gesamtkosten der Druckluftnutzung weder den Endanwendern an den Arbeitsplätzen bekannt sind noch im betrieblichen Controlling richtig abgebildet werden, ist der finanzielle Anreiz für Optimierungsmaßnahmen gering.“ Um den Energieträger Druckluft dauerhaft effizient zu nutzen, muss die Verantwortung dafür zentral gebündelt werden, etwa in der Person eines Druckluftbeauftragten, der in einer techniknahen Abteilung angesiedelt ist und dem Unternehmenscontrolling berichtet.
„Überall dort, wo Druckluft Chefsache ist und die Kostenverteilung nach dem Verursacherprinzip erfolgt, dienen die Einsparpotenziale dazu, die Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen“, betont Feldmann. Die Einsparpotenziale können durchaus Auswirkungen auf die Dividendenhöhe erreichen.
Hohe Verluste durch Leckagen lassen sich vermeiden
Nicht selten sind Druckluftsysteme ohne Überwachung und Kontrolle installiert – ein echtes Manko, denn bereits in den ersten fünf Jahren Laufzeit einer Verdichterstation können über 80 % der Gesamtkosten (einschließlich Anschaffung) nur auf die dort verbrauchte elektrische Energie entfallen. Dementsprechend groß ist das Einsparpotenzial durch Effizienz bei Erzeuger und Verbraucher. Doch selbst bei richtiger Dimensionierung von Kompressoren, Verteilungssystem und Antrieben können Leckagen hohe Verluste verursachen – ein Loch kleiner als 2 mm Durchmesser, aus dem etwa 100 l/min Druckluft entweichen, kann über 1000 Euro im Jahr an Druckluftkosten erzeugen.
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