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Kurze Taktzeiten ermöglichen hohe Stückzahlen im HP-RTM-Verfahren
Auch die Hennecke GmbH, Sankt Augustin, wird als Aussteller auf der diesjährigen Composites Europe präsent sein. Der Maschinenbauer hat einen verfahrenstechnischen Ansatz entwickelt, der eine Antwort auf die wachsenden Anforderungen hinsichtlich Effizienz und Umweltverträglichkeit im Automotivebereich gibt: die Herstellung von faserverstärkten Strukturbauteilen im HP-RTM-Verfahren (High Pressure Resin Transfer Molding).
Im Vergleich zum klassischen RTM-Verfahren kann dieses Verfahren mit einer schnellen Injektion des reaktiven Gemisches in die Kavität aufwarten. Das sorge für extrem kurze Aushärtezeiten und garantiere somit eine Taktzeitoptimierung im gesamten Prozess, so der Aussteller. Daher ließen sich auch hohe Stückzahlen adäquat realisieren.
Flachs- und Basaltfasern für ein Elektrokonzeptfahrzeug
Zu den langjährigen Ausstellern der Fachmesse gehört die Huntsman Advanced Materials. Das Unternehmen ist an einem Entwicklungsprojekt für ein Elektrokonzeptfahrzeug, das auf verträglichen Materialien basiert, beteiligt. Die so genannte „U-Box“ wurde von der französischen Firma D3 entworfen und besteht aus erneuerbaren Flachs- und Basaltfasern als Verstärkung der Verbundwerkstoffteile in Kombination mit neuen Harzen, sowie einem halogenfreien, flammbeständigen Harz.
Huntsman rüstet das Fahrzeug mit Composite-Felgen aus und liefert ebenso die Verbundklebstoffe, die der Konstruktion eine hohe Festigkeit, Flexibilität und Temperaturbeständigkeit verleihen.
Prozessoptimierung ist Hauptthema im Fahrzeugbau
Die Beispiele zeigen, welche Bedeutung Faserverbundkunststoffe für den Automobilbau auf der Composites Europe 2011 einnehmen werden. Die Fachmesse greift damit die aktuellen Entwicklungen der Branche auf und bietet eine Plattform für neue Lösungen. Und kaum etwas beschäftigt die Fahrzeugbauer derzeit so intensiv, wie die Optimierung der Verarbeitungsprozesse zum umfangreicheren Einsatz von Verbundwerkstoffen.
Als Vorreiter gilt dabei BMW mit dem Megacity Vehicle, das ab 2013 in Leipzig als erstes serienmäßig hergestelltes Elektroauto vom Band rollen soll. Gefertigt wird es fast ausschließlich aus CFK.
Mit dem „Lifedrive“-Konzept haben die Ingenieure des Unternehmens die Fahrzeugarchitektur neu aufgestellt und sie an die Anforderungen und Gegebenheiten der Mobilität von morgen angepasst. Das Drive-Modul – das Chassis – bildet das stabile Fundament und integriert Batterie, Antrieb sowie Struktur- und Basis-Crashfunktionen in einer Struktur. Der Gegenpart, das Life-Modul, besteht hauptsächlich aus einer hochfesten und sehr leichten Fahrgastzelle aus CFK.
Großserienfertigung von Karosseriekomponenten aus CFK bei BMW
Durch die intensive Werkstoff- und Verfahrensentwicklung hat sich die BMW Group in den vergangenen zehn Jahren große Kompetenz in CFK-spezifischen Fertigungsprozessen, zielführendem Werkzeugeinsatz und der Optimierung von Zykluszeiten erarbeitet. So ist es gelungen, im Werk Landshut den Fertigungsprozess für CFK-Bauteile so weiterzuentwickeln und zu automatisieren, dass nun auch die wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Großserienfertigung von Karosseriekomponenten aus CFK möglich ist. Produziert werden die Fasern übrigens im Rahmen eins Joint Ventures mit der SGL Group – ebenfalls Aussteller auf der Composites Europe 2011.
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