Verbindungstechnik

Automatisiertes Abdichten und Verkleben im Motorenbau

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Kontaktflächen mit hoher Oberflächenspannung wie Messing und Stahl beschleunigen die Aushärtung, während diese im Kontakt mit Materialien mit geringer Oberflächenspannung wie Grauguss, Magnesium, rostfreien Stählen oder Kunststoffen und durch eine Objekttemperatur unter Raumtemperatur verzögert wird. Ein Zusatz von Aktivatoren kann dies verbessern. Durch die Zugabe von Photoinitiatoren kann ein anerobes System zu einem UV/AN-System werden, dessen Aushärtung durch ultraviolettes Licht im Wellenlängenbereich von etwa 300 und 400 nm ausgelöst wird.

Einsparpotenzial reicht bis zu 80 %

Anaerobe Klebstoffe werden seit rund 40 Jahren in der Motoren- und Getriebemontage eingesetzt, während Silikone erst seit 15 bis 20 Jahren im Einsatz sind (Bild 2). Trotz dieser langen Anwendungsgeschichte besteht nach wie vor ein beachtliches Wachstumspotenzial, weil die Flüssigdichtungen trotz technischer Machbarkeit die Feststoffdichtungen noch nicht flächendeckend ersetzen. Und dies trotz eines Einsparpotenzials bis 80 % bei den Komponentenkosten zuzüglich der Einsparung bei den Personal-, Lager- und allgemeinen Verwaltungskosten.

Ein im Ausgangszustand flüssiger Dicht- oder Klebstoff erfordert eine genaue, reproduzierbare Technik zur Dosierung und Applikation. Diese Präzision ist ab einem bestimmten Komplexitätsgrad der Dichtbahngeometrie nur durch CN-gesteuerte Vorrichtungen zu gewährleisten.

Modular aufgebaute Dosiersteuerung kontrolliert den Prozessablauf

In diesen wird eine der beiden Fügekomponenten exakt im Arbeitsbereich eines Portalroboters positioniert. Der Roboter fährt mit dem Dosierkopf entlang der Dichtflächenbahn, auf der der Dichtstoff in Raupenform aufgetragen wird. Anschließend geht der Fügeteil zur Montagestation (Bild 1).

Drei Bond führt die Systemanalysen für den jeweiligen Anwendungsfall durch. Dies umfasst sowohl die Auswahl des geeigneten Dicht- oder Klebstoffs und die darauf abgestimmte Applikationsanlage. Diese reicht vom Stand-alone-Arbeitsplatz mit manueller Teilebeschickung (Bild 3) bis zur automatischen Inline-Anlage, eingebunden in eine Serienmontagelinie. Applikationsstationen bestehen in der Regel aus einem Grundrahmen mit einer Schiebe- oder Rundtischeinheit zum Bauteiltransport in den Arbeitsbereich des Dosiersystems in Kombination mit einem Portalroboter.

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