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Erweiterungsbau eröffnet

Balluff baut internationale Marktpräsenz aus

| Redakteur: Udo Schnell

Im Neubau wird das Produktprogramm in Chengdu durch eine teilautomatisierte Produktion und Montage eines Sensor-Plattformkonzepts erweitert.
Im Neubau wird das Produktprogramm in Chengdu durch eine teilautomatisierte Produktion und Montage eines Sensor-Plattformkonzepts erweitert. (Bild: Balluff)

Balluff baut seine internationale Marktpräsenz weiter aus. Im chinesischen Chengdu hat der Automatisierungsspezialist den Erweiterungsbau des dortigen Werks eröffnet.

Sensorik – us. Der Automations-Spezialist Balluff mit Hauptsitz in Neuhausen auf den Fildern investiert weiter in seine internationale Marktpräsenz. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde jetzt zehn Jahre nach Abschluss des ersten Bauabschnitts das Werk im chinesischen Chengdu für 2,1 Mio. Euro um rund 50 % erweitert.

Nach rund neun Monaten Bauzeit sind 2000 m2 Produktionsfläche auf zwei Stockwerken und eine 400 m2 große Multifunktionsfläche unter anderem für das neue Bistro der sichtbare Ausdruck der wachsenden Bedeutung des asiatischen Marktes für den schwäbischen Mittelständler.

„Auf Dauer gesehen ist China der weltweit größte Markt für Produktionsautomatisierung mit einem Bedarf, der aus unserer Sicht noch lange stetig steigen wird. In einem solchen Markt müssen und wollen wir mit unserer Philosophie der buchstäblichen Kundennähe präsent sein. Davon profitiert übrigens nicht nur Chengdu. Wir wissen aus Erfahrung, dass eine positive Entwicklung in einem großen Markt irgendwo auf der Welt auch für Wachstum an den anderen Standorten unseres Produktionsverbundes sorgt“, betonte Michael Unger, Sprecher der Balluff-Geschäftsführung, bei der Eröffnung des Neubaus. In Chengdu will Balluff nach eigenen Angaben hochmoderne teilautomatisierte Produktionslinien aufbauen und die Entwicklungskompetenz am Standort deutlich ausbauen.

Potenzial des chinesischen Marktes früh erkannt

Chengdu ist, so das Unternehmen weiter, innerhalb des weltweiten Produktions- und Logistiknetzwerkes mit neun Werken insgesamt eines der beiden Werke, das sich auf die Produktion von Großserien innerhalb des Netzwerkes konzentriert.

Balluff ist seit mehr als 20 Jahren in China aktiv. 1994 wurde in Shanghai eine Service-Niederlassung gegründet. Zwei Jahre später vergab das Unternehmen erste Montageaufträge nach Chengdu – damals noch an einen externen Partner. 2004 wurde die Tochtergesellschaft in Chengdu gegründet. Die Eröffnung des Werks erfolgte drei Jahre später. Seit 2014 ist Chengdu auch ein Entwicklungsstandort. Aktuell beschäftigt Balluff in Chengdu 160 Mitarbeiter, wobei das Unternehmen davon ausgeht, dass die Zahl der Mitarbeiter in den nächsten Jahren weiter wachsen wird.

Rolf Hermle, Beiratsvorsitzender und früherer Geschäftsführer von Balluff, erinnerte an die Anfangstage des Engagements in China. „In den 90er Jahren war der Automatisierungsgrad der Produktionsanlagen in China noch relativ niedrig. Aber wir waren seinerzeit schon überzeugt, dass er bald stark steigen und China damit zu einem Markt mit enormem Wachstumspotenzial werden würde”, erklärte Hermle.

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