Patentierte Fügung BASF präsentiert neuartiges Schweißverfahren für Kunststoff

Quelle: BASF 2 min Lesedauer

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Ein neues und patentiertes Warmgas-Schweißverfahren von BASF arbeitet deutlich schneller, sparsamer und materialschonender – vor allem bein Polyphthalamid (PPA) des Typs Ultramid Advanced ...

Beim Warmgasschweißen von Thermoplasten schmilzt heiße Luft die zu verbindenden Kunststoffkomponenten. BASF hat das Verfahren jetzt so optimiert, dass sich viele neue Vorteile für die Anwender ergeben. Vor allem beim Fügen von PPA ...(Bild:  Praxis im Bild)
Beim Warmgasschweißen von Thermoplasten schmilzt heiße Luft die zu verbindenden Kunststoffkomponenten. BASF hat das Verfahren jetzt so optimiert, dass sich viele neue Vorteile für die Anwender ergeben. Vor allem beim Fügen von PPA ...
(Bild: Praxis im Bild)

Im Zentrum des neuen, patentierten Warmgas-Schweißprozesses von BASF steht eine spezielle Werkzeugauslegung, heißt es. Bei ihr wird das heiße Prozessgas nicht mehr punktuell aus einzelnen Düsen auf die Schweißstege geblasen, sondern über kanalartige Strukturen gezielt entlang der Schweißstege geführt. Das bringe den Vorteil, dass das Gas gleichmäßig verteilt und Wärmeverluste minimiert würden. Die Schweißstege werden dabei auch homogener plastifiziert, ohne dass es hohe Gastemperaturen oder sehr geringe Düsenabstände zum Werkstück braucht, wie es weiter heißt. Versuche haben laut BASF bewiesen, dass die PPA-Probekörper schon nach relativ kurzer Aufwärmphase von etwa zehn Sekunden belastbar miteinander verbinden lassen. Bei üblichen Schweißverfahren für Kunststoffe, betont BASF, ist nach dieser kurzen Zeitspanne meist noch nicht an eine Verbindung zu denken. Auch die Schweißnahtfestigkeit könne sich sehen lassen, was das Verfahren vor allem für Bauteile mit integrierten Funktionen, die gleichzeitig hohe mechanische Beanspruchungen aushalten müssten, interessant mache.

Feste Schweißverbindung bei relativ niedrigen Temperaturen

Ein Pluspunkt ist auch, dass die Schmelzschichtdicke innerhalb kurzer Zeit vergleichsweise hoch ist. Das biete mehr Spielraum, um einen Bauteilverzug auszugleichen. Das patentierte Warmgas-Schweißverfahren von BASF funktioniert auch bei vergleichsweise niedrigen Prozesstemperaturen und reduziert dadurch den Bedarf von Energie und Inertgas. Zudem kann der Abstand zwischen Gasdüsen und Schweißstegen größer bleiben, wodurch das Risiko des Verstopfens einzelner Düsen durch aufgeschmolzenes Kunststoffmaterial praktisch nicht befürchtet werden muss, wie BASF anmerkt. Das erhöhe die Prozesssicherheit und senke den Wartungsaufwand für das Schweißsystem. Polyphthalamide sind im Übrigen aufgrund ihrer hohen thermischen, chemischen und hydrolytischen Beständigkeit zentrale Werkstoffe für Anwendungen in der Elektromobilität und in Brennstoffzellen-Systemen, wie man nebenbei erfährt. Mit dem patentierten Warmgas-Schweißverfahren erweitert BASF folglich die Verarbeitungsmöglichkeiten dieser Werkstoffklasse und unterstützt dabei, Bauteile effizienter zu fügen und die Funktionsintegration in denselben weiter zu erhöhen.

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