Kritik ohne Ende BDI-Chef befürchtet Verpuffung bei Entlastungsprämie

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Kritik an der von der Regierung geplanten Entlastungsprämie ist ein Dauerbrenner, wie die dpa meldet. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist alles andere als begeistert ...

Peter Leibinger, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), befürchtet, dass die sogenannte Entlastungsprämie verpufft. Parallel kritisiert auch der ZVEI derzeit die Bundesregierung aufgrund diverser Versäumnisse, die den Standort Deutschland bedrohen ...(Bild:  BDI)
Peter Leibinger, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), befürchtet, dass die sogenannte Entlastungsprämie verpufft. Parallel kritisiert auch der ZVEI derzeit die Bundesregierung aufgrund diverser Versäumnisse, die den Standort Deutschland bedrohen ...
(Bild: BDI)

Peter Leibinger, Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie, kritisiert die von der Bundesregierung geplante Entlastungsprämie und bezeichnet das Konstrukt als untauglich. „Das Ganze wird verpuffen. Die allermeisten Unternehmen sind wirtschaftlich so unter Stress, dass sie keine Prämie bezahlen können. Es ist ein untauglicher Versuch, zu helfen“, erklärte Leibinger im „heute journal“ des ZDF. Das Vorgehen der Bundesregierung würde Leibinger tief in die Besorgnis treiben. „Was wir erleben, ist Stückwerk! Wir brauchen aber eine Regierung, die den Mut hat, ihr politisches Schicksal an das Gelingen von Reformen zu knüpfen – und zwar an das Gelingen eines Reformgesamtkonzepts. Dies erleben wir bisher nicht, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, so Leibinger abschließend beim Sender.

Auch der ZVEI fordert einen großen Wurf und kein Stückwerk

Zum Start der Hannover Messe am 20. April hat die Industrie allgemein spürbare Reformen gefordert, um den Standort Deutschland zukunftsfest zu machen. „Es braucht jetzt einen großen Wurf, keine Flickschusterei“, konstatiert Gunther Kegel, Präsident des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI), bei der Eröffnungsfeier der Messe am Abend des 19. April, an der auch Bundeskanzler Friedrich Merz zugegen war. Nötig seien laut Kegel niedrigere Steuern, ein schlankerer Sozialstaat, mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und endlich ein spürbarer Bürokratieabbau, an dem es schon seit Jahren hapert. Die Unternehmen müssen ebenfalls ihren Beitrag leisten, forderte Kegel: „Auch wir, die Unternehmen, stehen natürlich im Obligo, unsere Hausaufgaben zu machen.“ Denn Innovation bleibe einfach eine Sache der Unternehmen.

Machen ist wie wollen, nur krasser – also Ärmel hochkrempeln!

Als erklärter, unerschütterlicher Optimist sei der ZVEI-Chef aber überzeugt, dass es gelingen werde, gemeinsam das Ruder herumzureißen. „Machen wir endlich den Weg frei und treffen wir mutige Entscheidungen zum Wohle des Standorts Deutschland“, appellierte Kegel. Es sei nun höchste Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und alle wissen doch eigentlich, dass Machen sozusagen wie Wollen ist, nur eben krasser. Rund 3.000 Aussteller aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft zeigen nun also im Rahmen der Hannover Messe ihre Neuheiten und damit die Schaffenskraft der Industrie. Die Messe gilt noch immer als weltweit wichtigste Industrieschau. Im vergangenen Jahr zählte die Veranstaltung rund 127.000 Besucher.

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