Asiatische Breitseite Nächster China-Schock trifft deutsche Industrie voll

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht zunehmende Probleme mit dem Wettbewerber China. Wie es von dort heißt, erlebt man einen „China-Schock 2.0“ ...

Nun ist er da! Der zweite Schock, den Chinas Wirtschaft den Europäern beschert. Der BDI spricht von einer wahren Breitseite, die auch die deutschen Unternehmen treffen wird ...(Bild:  KI-generiert)
Nun ist er da! Der zweite Schock, den Chinas Wirtschaft den Europäern beschert. Der BDI spricht von einer wahren Breitseite, die auch die deutschen Unternehmen treffen wird ...
(Bild: KI-generiert)

Dass es einen „China-Schock 2.0“ gibt, äußerte jüngst die Hauptgeschäftsführerin des BDI, Tanja Gönner, im Gespräch mit der dpa. (Als erster China-Schock wird die Lage nach Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation 2001 beschrieben, als billige Produkte aus der Volksrepublik in großem Stil auf die Weltmärkte kamen). Dieser neue Schock treffe auch nicht nur einzelne Branchen, sondern ganz massiv die Industrie in der Breite! Denn durch die bekannten Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen, eine deutlich unterbewertete Währung, staatlich induzierte Überkapazitäten, die wegen eines schwachen Binnenmarkts in China und Marktabschottung insbesondere in den USA ungebremst den EU-Binnenmarkt fluten, werden Unternehmen aus Deutschland ausgebremst. Dazu komme Chinas Anspruch, in Schlüsseltechnologien Weltmarktführer zu werden. Gönner macht aber auch Hoffnung, denn Europa hat ihrer Meinung nach durchaus Optionen! Denn rund 60 Prozent des Welthandels würden weiter nach Regeln der Welthandelsorganisation WTO abgewickelt. Und viele Partner wollten regelbasierten Handel auch betreiben. Dass die EU jetzt Handelsabkommen abschließt, die über Jahre feststeckten, ist für Gönner ein wichtiges Signal.

Politik und Wirtschaft müssen neue Arten der Zusammenarbeit finden

So war Anfang Mai bekanntlich das Mercosur-Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay vorläufig in Kraft getreten. Durch den schrittweisen Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll die Abmachung den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln. Europa braucht derzeit mehr Durchsetzungskraft gegenüber China, aber keine komplette Abschottung, merkte Gönner an. Man sollte deshalb versuchen, an vielen Stellen die regelbasierte Ordnung hochzuhalten und zugleich überlegen, wie man sich zur Wehr setzen kann. Europa muss offensichtlich schneller reagieren – dafür braucht es neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft, so die Meinung der BDI-Präsidentin. Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas wurde für die deutsche Industrie zwar vor 25 Jahren zu einem großen Boom, weil Chinesen deutsche Autos und Maschinen kauften. Doch nun haben sie zunehmend Probleme auf dem chinesischen Markt. Und in vielen Branchen drängen staatlich subventionierte chinesische Hersteller mit künstlich gemachten Dumping-Preisen auf europäische Märkte.

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