Die Zeit wird knapp! Wer jetzt chinesische Partner sucht, sollte sich sputen!

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Für deutsche Unternehmen in China könnte es für eine Partnerschaft mit international expandierenden chinesischen Firmen zeitlich eng werden ...

Sie haben auch einen Unternehmenszweig in China und suchen dort einen einheimischen Partner, mit dem sie zusammen ihre Marktposition stärken können? Dann wird es aber knapp, wie eine Umfrage der deutschen Außenhandelskammer in Peking offenbart ...(Bild:  KI-generiert)
Sie haben auch einen Unternehmenszweig in China und suchen dort einen einheimischen Partner, mit dem sie zusammen ihre Marktposition stärken können? Dann wird es aber knapp, wie eine Umfrage der deutschen Außenhandelskammer in Peking offenbart ...
(Bild: KI-generiert)

Dass deutsche Firmen, die auch in China sitzen, immer schlechter chinesische Partner finden, legt ein neuer Bericht der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) dar. Führungskräfte zahlreicher Branchen hätten einheitlich vermittelt, dass sich das Zeitfenster für solche Partnerschaften nämlich zunehmend verenge. Ein Problem ist, dass die chinesischen Unternehmen schnell lernen und ihre Expansionsbestrebungen ambitioniert durchsetzen, heißt es. Man glaube etwa, dass die nächsten 18 Monate das goldene Fenster sind, um eine Partnerschaft einzugehen. Ein deutscher Manager merkte an, dass sich das Fenster für Partnerschaften schneller schließt als alle glauben, so die AHK. Aus sich Sicht der AHK verbringen die Leute zu viel Zeit damit, bilaterale Import- und Exportstatistiken zu betrachten. Aber auch sogenannte Dreiecksgeschäftsmodelle sollte man im Auge haben.

Lieber mehr Marktanteile statt kurzfristige Profite

Dem Kammerbericht zufolge erlangen chinesische Firmen schnell jene Fähigkeiten, die ihnen derzeit noch die deutschen Partnerunternehmen beisteuern. Außerdem setzten die Chinesen mit schnelleren Entscheidungen, geringeren Kosten und der Bereitschaft, Markteinteile dem kurzfristigen Profit vorzuziehen, die globalen Geschäftsmodelle deutscher Unternehmen unter Druck. Der Trend, dass deutsche Player in China auf der Expansionswelle chinesischer Firmen mitreiten wollen, ist schon länger bekannt. In der zurückliegenden Geschäftsklimaumfrage der AHK hatten 542 befragte deutsche Unternehmen in China die Internationalisierung chinesischer Firmen mit 36 Prozent als wichtigste Geschäftsmöglichkeit bewertet.

Deshalb brauchen Chinesen noch deutsche Partner

Für den Trend sprach die AHK zwischen April und Juni mit elf namentlich nicht genannten Mitgliedern – unter anderem aus den Bereichen Automotive, Maschinenbau und Logistik. Deutsche Unternehmen in China liefern demnach in einer Partnerschaft zum Beispiel Produkte und Dienstleistungen für das Auslandsgeschäft des chinesischen Unternehmens oder helfen bei der Erfüllung internationaler Standards. Durch die Partnerschaften wollen Deutsche in China laut AHK in globalen Märkten relevant bleiben und die rückläufige Nachfrage lokaler Kunden damit ausgleichen. Den Chinesen helfe das Wissen der Deutschen in anderen Märkten sowie das dortige Vertrauen auf Marken. Chinas Unternehmen drängen derzeit ins Ausland, weil unter anderem die Nachfrage im Inland anhaltend schwach ist.

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