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EMO Hannover 2011

Bearbeitungsvielfalt macht die Fertigung flexibel

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Bei den horizontalen Bearbeitungszentren bietet Okuma die Funktion Turning Cut an. Dabei wird die Spindeldrehzahl mit einer Kreisinterpolation in der X- und Y-Achse synchronisiert: Während sich die Spindel einmal dreht, fährt die Maschine einen Kreis, somit steht das Werkzeug immer im gleichen Anstellwinkel zum Werkstück.

Werkzeugmaschinen werden weitestgehend automatisiert

Ein weiterer Trend finde sich bei Bearbeitungszentren auch darin, die Maschinen weitestgehend zu automatisieren. So nutzen auch viele kleine Firmen mittlerweile diese Möglichkeiten. Zunehmend gefragt sei auch die Reduzierung von Einfahrzeiten neuer Werkstücke. Das Kollisionsvermeidungssystem CAS von Okuma bietet diese Möglichkeit. Bei der Komplettbearbeitung von Bauteilen werden oftmals komplexere Konturen bearbeitet und durch die Kollisionsprüfung mit CAS werden die Einfahrzeiten neuer Werkstücke im Vorfeld wesentlich reduziert.

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Der Trend geht hin zu Fünf-Achs-Maschinen für das untere bis mittlere Preissegment, meint Hans Banzhaf, für Quaser-Maschinen zuständiger Produktmanager der Hommel Unverzagt GmbH in Stuttgart: „Durch die neue MF-Baureihe hat Quaser eine Marktlücke geschlossen, bei der durch preisbewusste Konstruktion und die optimale Auswahl der mechanischen und elektronischen Komponenten nicht zwangsläufig auf Stabilität und Genauigkeit verzichtet werden muss.“ Diese Schlüsselfaktoren seien ein Garant, um prozesssicher fünf Seiten in einer Aufspannung bearbeiten zu können.

Einfach zu bedienende Steuerungen für die Fünf-Seiten-Bearbeitung

Ein weiterer Trend seien auch bei der Fünf-Seiten-Bearbeitung „Steuerungen, die sehr einfach zu bedienen und direkt an der Steuerung zu programmieren sind“. Bei den digitalen Steuerungen von Siemens oder Heidenhain sei durch das „Mitschleppen des Nullpunktes“ die Fünf-Seiten-Programmierung an der Maschine ein Kinderspiel.

Weiter zunehmend gefragt sind hochflexible, universelle Maschinenkonzepte. Dies zeigt Quaser auf der EMO in Form der neuen KX-5-Baureihe: „Die dort vorgestellte Fahrständermaschine kann zukünftig bis zum Fräs-Drehzentrum ausgebaut werden, mit Drehfunktion für die unterschiedlichsten Aufgaben.“ Von der EMO Hannover 2011 erwartet die Hommel-Gruppe mit ihren Herstellerpartnern eine Fortsetzung des Aufschwungs: „Unsere Herstellerpartner haben im Bereich der Produktentwicklungen einiges getan, um unseren Kunden profitable Ergebnisse, also mehr Nutzen und Effizienz, zu ermöglichen.“

Kleine Losgrößen erfordern schnell umrüstbare Maschinen

Nach Ansicht von Kurt Kahlenbach, Verkaufsleiter der Huron Fräsmaschinen GmbH in Renningen, „erfordern immer kleinere Losgrößen und immer häufigere Teilewechsel schnell umrüstbare und umrüstfreundliche Maschinen“.

Entgegen der Grundtendenz zu immer höheren Drehzahlen werden wieder vermehrt Bearbeitungszentren mit vergleichsweise drehmomentstarken Spindeln nachgefragt. Auch die Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit stehen mehr und mehr im Vordergrund. Eigentliches Endziel sei die prozesssichere und wirtschaftliche Fertigung der Losgröße 1.

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