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EMO 2011

Bearbeitungsvielfalt macht die Fertigung flexibel

| Redakteur: Bernhard Kuttkat

Fünf-Seiten-Bear- beitung und/oder Fünf-Achs-Simultanbearbeitung komplexer Werkstücke - bei Bearbeitungszentren geht der Entwicklungstrend zur Komplettfertigung. (Bild: Heller)
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Fünf-Seiten-Bear- beitung und/oder Fünf-Achs-Simultanbearbeitung komplexer Werkstücke - bei Bearbeitungszentren geht der Entwicklungstrend zur Komplettfertigung. (Bild: Heller)

Bearbeitungszentren sind seit jeher auf jeder Werkzeugmaschinenmesse die Alleskönner und Hingucker schlechthin: bieten sie doch mit ihrer Bearbeitungsvielfalt ein Anwendungsspektrum und eine Flexibilität, die in ihrer Breite unter anderen Zerspanmaschinen ihresgleichen sucht.

Für Manfred Maier, Geschäftsführer der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen, sind die zentralen Themen in der Diskussion mit den Anwendern „Flexibilität, Produktivität und Kosten – der Trend schlechthin sind aber eindeutig Multitasking-Maschinen“. Multitasking bedeute die Kombination verschiedenster Bearbeitungstechnologien und Prozesse auf Basis von Standardmaschinen. Die Verwendung von flexiblen Standardprodukten erlaubt kostengünstige Lösungen.

Multitasking-Werkzeugmaschinen auf der EMO 2011

Multitasking heiße aber auch: Jede kann alles – Drehmaschinen können fräsen, Fräsmaschinen können drehen und jedes Zentrum kann Verzahnen. Ganz so einfach, so Maier, „ist es leider – oder zum Glück – nicht! Wir verstehen unter Multitasking die Kombination von Standardmaschine mit Prozess- und Steuerungs-Know-how. Und dies zeigen wir auf der EMO in Hannover.“

Heller wird anlässlich der EMO Hannover 2011 erstmalig ein neues Bearbeitungszentrum für das Fräsen mit integrierter Drehfunktionalität vorstellen. Die neue Baureihe C basiert auf der bereits 2009 überaus erfolgreich eingeführten fünfachsigen Baureihe F und stellt neben der bewährten Achskinematik mit der fünften Achse im Werkzeug und der bei Heller gewohnt hohen Prozessstabilität insbesondere Möglichkeiten zur Verfügung, die typisch für eine Drehmaschine sind. Manfred Maier: „Konkret ermöglichen wir mit der Baureihe C, auf einem fünfachsigen Bearbeitungszentrum leistungsorientiert vorzubearbeiten und endkonturengerecht zu schlichten, und das bei Werkstückrotationen von bis zu 1000 min–1.“

Seine Erwartungen an die EMO Hannover 2011 umreißt der Heller-Geschäftsführer so: „Die geografische Verteilung der Auftragseingänge einerseits hat sich auch 2010 erneut deutlich nach Übersee verschoben. Deutschland und das restliche Europa stehen für rund 50%, Asien, insbesondere China, aber auch Indien, sowie Nord- und Südamerika für jeweils 25% der Auftragseingänge. Andererseits haben wir auf Basis zahlreicher Technologie- und Produktentwicklungen unser bestehendes Kundenportfolio um viele weitere Unternehmen aus unterschiedlichsten Kundensegmenten erweitert.“

Komplettfertigung liegt im Trend

Die EMO als international bedeutende Leitmesse im Werkzeugmaschinenbau sei ein Spiegel dieser Entwicklung: „Wir erwarten daher auf der EMO in Hannover interessante Kontakte und zahlreiche Gespräche mit Unternehmen aus Europa, Amerika und Asien und aus Branchen, wie zum Beispiel der Aerospace-Industrie, der Automobil- und Zulieferbranche, dem allgemeinen Maschinenbau und dem Werkzeug- und Formenbau.“

Für Patrick Marx, für Okuma zuständiger Produktmanager der Hommel CNC-Technik GmbH in Köln, geht der Entwicklungstrend bei Bearbeitungszentren wie auch bei den Drehmaschinen zur Komplettfertigung: „Das wiederum bedeutet, dass die Bearbeitungszentren Drehfunktionen erhalten. Wir liefern dafür zwei Beispiele.“ Zum einen bietet Okuma ein vertikales Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum MU-500VA-L mit einer Drehfunktion für Drehzahlen bis zu 1000 min-1 an.

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