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Die acht PM-Regler sind an der Mutter befestigt. Sie steuern die Ölzuführung ohne Hilfsenergie – aufgrund des Differenzdrucks zwischen Pumpen- und Taschendruck. Der Anwender führt also nur gereinigtes Öl mit dem vorgesehenen Druck zum Gewindetrieb.
Hydrostatischer Gewindetrieb vermeidet Sprung des Antriebsmoments
Die Reibung des hydrostatischen Gewindetriebs ist sehr gering und proportional der Drehzahl, so dass bei Umkehr der Bewegungsrichtung kein Sprung des Antriebsmoments auftritt. Dies sind Voraussetzungen, um höchste Positioniergenauigkeit und Bahntreue zu erreichen sowie kleinste Verfahrwege und präzise, langsame Bewegungen zu ermöglichen.
Im Vergleich zu dynamischen Belastungen wirkt der hydrostatische Gewindetrieb wie ein Stoßdämpfer mit exzellenter Dämpfung. Er läuft geräuschlos, die von Kugelgewindetrieben her bekannten Vibrationen treten nicht auf.
Der hydrostatische Gewindetrieb wird mit Nenndurchmesser 40, 50, 63, 80, 100, 125 und 160 mm und aktuell bis 2 m Länge angeboten. In absehbarer Zeit werden Längen bis 5 m geliefert. Die zulässigen Belastungen reichen von 10 bis 300 kN, die Geschwindigkeit bis etwa 90 m/min.
Wie bei Kugelgewindetrieben werden die Spindelenden der hydrostatischen Gewindetriebe nach Kundenwunsch ausgeführt. Hydrostatische Gewindetriebe werden durch hydrostatische Fest- und Loslager und hydrostatische Führungen ergänzt.
Linearmotor verlässt das Funktionsprinzip des Gewindetriebs
Elektrische Energie lässt sich sehr effektiv mit relativ wenig Kraft und hoher Geschwindigkeit in mechanische Energie umwandeln. Üblicherweise werden deshalb für elektrische Vorschubantriebe relativ schnelllaufende Motoren mit Gewindetrieben zur Erzeugung langsamer Schlittengeschwindigkeiten und hoher Vorschubkräfte verwendet.
Somit wird die elektromotorische Kraft über einen sehr großen Hebel auf den Schlitten übertragen. Bei entsprechender Qualität der Übertragungsglieder lässt sich der Schlitten somit durch geringe Kräfte sehr feinfühlig bewegen.
Der Linearmotor verlässt dieses Prinzip. Zur direkten Erzeugung großer Kräfte müssen extrem starke Magnetfelder erzeugt werden. Das lässt sich nur durch hohe elektrische Ströme und/oder Spulen mit hoher Induktivität erreichen. Weil jede stromdurchflossene Spule eine „elektrische Masse“ darstellt, ist bei dynamischen Lastwechseln auch dann eine große elektrische Masse wechselweise zu beschleunigen, wenn der Schlitten nur in Position gehalten werden soll. Auch wenn zur Änderung des magnetischen Flusses außergewöhnlich hohe Spannungen eingesetzt werden, ist die Änderung der Motorkraft zeitbehaftet.
Dieses Problem besteht mit Gewindetrieb und Servomotor nur in vielfach geringerem Maße. Grund dafür ist, dass die zu steuernden elektrischen Ströme um Zehnerpotenzen kleiner sind als beim Linearmotor.
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