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Saarstahl Big Data trifft auf Big Steel: Industrie 4.0 im Stahlwerk

| Redakteur: Stefanie Michel

Um die Potenziale der riesigen Datenmengen der Überwachungssensoren im Stahlwerk zu nutzen, beteiligt sich die Saarstahl AG im Forschungsprojekt „i-Prodict“. Dieses Projekt zu Industrie 4.0 erforscht einen intelligenten Ansatz zur automatisierten Verbesserung von Geschäfts- und Produktionsprozessen.

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Bei der Stahlproduktion fallen pro Jahr über 100 TB Prozessdaten aus Überwachungssensoren an.
Bei der Stahlproduktion fallen pro Jahr über 100 TB Prozessdaten aus Überwachungssensoren an.
(Bild: Saarstahl)

Jedes Jahr produziert die Saarstahl AG mit Hauptsitz in Völklingen mehr als 2 Mio. t hochwertige Stahlprodukte für den Einsatz vor allem in der Automobilindustrie. Dabei fallen im Laufe eines Jahres über ein komplexes Netzwerk aus Laser-, Ultraschall-, Video-, Schwingungs- und Temperatursensoren zur Qualitätsüberwachung mehr als 100 TB Prozessdaten an. Dies entspricht dem Inhalt von über 30 Mio. Telefonbüchern.

Um die Wertschöpfungspotzenziale dieser Produktionsdaten umfassend nutzen zu können und einen weiteren Schritt in Richtung Industrie 4.0 zu machen, beteiligt sich die Saarstahl AG am vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt „i-Prodict“ (Intelligent Process Prediction based on Big Data Analytics) im Saarland.

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Pilotprojekt zu Industrie 4.0 kombiniert die Vorzüge des Saarlandes

„Das Saarland weist im Vergleich der Bundesländer die zweithöchste Industriedichte auf und ist gleichzeitig ein weltweit anerkanntes Informatikzentrum“, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes. „Dass nun hier der erste anwendungsorientierte Industriepilot im Saarland zum Thema Industrie 4.0 an den Start gebracht wird, kombiniert zwei der besonderen Vorzüge unseres Bundeslandes in logischer Weise und schafft damit einen Mehrwert für die Region und darüber hinaus.“

Unter der Konsortialführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) erforscht i-Prodict in einem interdisziplinären Team aus Forschern (DFKI, Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS), Industrieexperten (Blue Yonder GmbH, Pattern Recognition Company GmbH, Software AG) sowie dem Anwender Saarstahl AG einen intelligenten Ansatz zur automatisierten Verbesserung von Geschäfts- und Produktionsprozessen.

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