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Hannover Messe 2019 Biokompatibel und bioinert

| Redakteur: Nadine Schweitzer

Ein Hochleistungskeramikwerkstoff für medizinische Schneidwerkzeuge schließt das Einbringen von Metallabrieb in Körpergewebe aus.

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Die aus der neuen Keramik entwickelten Bohrer für Knochen schneiden kein Material heraus, sondern verdrängen und verdichten es.
Die aus der neuen Keramik entwickelten Bohrer für Knochen schneiden kein Material heraus, sondern verdrängen und verdichten es.
(Bild: Oximatec)

Der 2005 gegründete Keramikspezialist Oximatec zeigt auf der diesjährigen Hannover Messe eine biokompatible Hochleistungskeramik, die speziell für medizinische Schneidwerkzeuge entwickelt wurde. Sie stellt sicher, dass bei chirurgischen Operationen und der Bearbeitung von Implantaten keine Metallpartikel in den Körper gelangen können.

Implantate – etwa Hüftgelenkpfannen – werden meist aus biokompatiblem Polyethylen hergestellt. Damit sie dauerhaft zuverlässig funktionieren, müssen sie individuell angepasst werden. Bisher geschieht dies in der Regel mit Hartmetallwerkzeugen, von denen Metallabrieb an Implantaten haften und dadurch in den Körper eingetragen werden kann.

Mit dem neuen Keramikwerkstoff ist das nicht möglich. Er ist biokompatibel und bioinert; das heißt, dass chemische oder biologische Wechselwirkungen mit Körpergewebe ausgeschlossen sind.

Schneidwerkzeuge aus der Keramik eignen sich nicht nur zur individuellen Anpassung der Implantate, sondern auch für direkte orthopädischen Eingriffe, etwa als Skalpelle und Sägen bei der Resektion von Knochenmaterial.

Es wurden auch Bohrer für Knochen entwickelt, die Material nicht herausschneiden, sondern verdrängen und verdichten. Damit lassen sich auch Zahnimplantate verankern – sicher und metallfrei.

Oximatec GmbH auf der Hannover Messe, Halle 3, Stand L08.

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